Sonntag, 6. September 2015

Oliver Susami- Vierter Stock Herbsthaus








Selfpubisher
Erschienen: Februar 2014
Preis: 13.99 Euro ( Ebook: 3.99 Euro )








Es ist ein fast zu verlockendes Angebot!
Lena zieht mit ihrer Freundin in eine große Wohnung im sogenannten "Herbsthaus" und das für gerade mal 200 Euro Warmmiete. Die einzige Bedingung, die an dieses Angebot geknüpft ist, klingt zunächst auch erstmal durchaus vertretbar: Das Mehrfamilienhaus, das ansonsten nur noch zwei andere Mietparteien enthält, soll einmal am Tag in einem Rundgang auf Schäden und Mängel untersucht werden. 
Doch bereits kurz nach ihrem Einzug in die neue Wohnung, beschleicht Lena das Gefühl, dass mit diesem Haus irgendetwas nicht stimmt. Gegenstände scheinen ihren Platz zu wechseln und auch seltsame Geräusche bringen Lena immer mehr um den Verstand und schon bald darauf werden die beiden Frauen in eine Geschichte verstrickt, die eigentlich nicht sein darf, nicht sein kann. 

"Vierter Stock Herbsthaus" baut von der allerersten Seite an eine Spannung auf, die fast mit den Händen greifbar erscheint und steigert sie, während der gesamten Nacherzählung, in einem so beeindruckenden Maße, dass sich die Leser die Gänsehaut schon fast abschütteln müssen. Doch wer jetzt jede Menge Blut in Susamis Werk erwartet, kommt leider nicht auf seine Kosten denn der Grusel, der den Leser aus diesem Buch fast anspringt, ist subtil und gerade deswegen noch viel, viel, viel beängstigender. 

Sollte das noch nicht ausreichen, dem lass gesagt sein, dass der Begriff "Nacherzählung" in diesem Fall wörtlich genommen werden sollte denn die Geschichte von Lena und ihrer Freundin, soll, nach Angaben des Autors, genauso passiert sein. Es beruht also auf einer wahren Begebenheit.

Für mich persönlich eines der besten Bücher, die ich in diesem Genre in den letzten Jahren gelesen habe, auch wenn ich manchmal sehr viel Mut zum Weiterlesen brauchte.

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