Mittwoch, 14. Oktober 2015

Ally Taylor - Gefühlsgewitter






Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 267
Erschienen: 25. September 2015
Preis: 8.99 Euro (Ebook: 8.99 Euro)








Nachdem Katies geliebter Vater plötzlich und unerwartet stirbt, bleibt der jungen Frau nichts anderes übrig als zu ihrer Mutter in die Kleinstadt Oceanside zu ziehen. 
Katie hat ihre Mutter seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und das Verhältnis zwischen den beiden ist deutlich abgekühlt. Aber ihr Aufenthalt in Oceanside soll sich sowieso nur auf ein paar einzelne Monate beschränken, bis sie die Schule abschließen und auf ein College gehen kann. 
So versucht sich Katie mit dem riesigen Anwesen, das ihre Mutter mittlerweile mit ihrer neuen Familie bewohnt und in dem zwar alles luxuriös aber vollkommen lieblos ist, so gut wie möglich zu arrangieren. Einfacher macht ihr das ihr Stiefbruder Andrew, den sie kurz nach ihrer Ankunft in Oceanside kennen lernt und mit dem sie sich auf Anhieb gut versteht.
Doch dann steht Katies Gefühlswelt plötzlich auf dem Kopf, als der mysteriöse und gut aussehende Dillen in ihr Leben tritt. Katie verliebt sich sofort Hals über Kopf in ihn und erkennt sich selbst überhaupt nicht mehr wieder. 
Doch Dillen gibt sich in Katies Anwesenheit zunächst kühl und abweisend. Aber auch er hat seine Gefühle bald nicht mehr unter Kontrolle und die Liebesgeschichte der beiden beginnt...

Ich kann nicht leugnen, dass ich so meine Probleme mit dem Genre 'Young-Adult' habe. Entweder ist es die Story an sich, die mich nicht überzeugen kann oder es sind die unzähligen weiblichen naiven Protagonistinnen, die mich des öfteren an den Rand der Verzweiflung gebracht haben. Zwischendurch finde ich aber immer wieder Ausnahmen, die mich doch gefesselt haben, jüngstes Beispiel ist die After-Reihe von Anna Todd. 
Aus diesem Grund wollte ich dem Roman "Gefühlsgewitter" von Ally Taylor aus der Make-it-count-Reihe eine weitere Chance geben. Leider ist dieses Vorhaben, zumindest aus meiner persönlichen Ansicht, nach hinten los gegangen.
"Gefühlsgewitter" startete mit dem altbekannten Ausgangsszenario: Ein junges Mädchen erlebt ein Trauma, zieht in eine neue Stadt, die am Meer liegt und trifft dort die Liebe ihres Lebens. 
Das ist auch nicht schlimm, wenn man dieses Szenario benutzt. Dass dieses Prinzip Erfolg hat, steht außer Frage, nur in diesem Fall baut sich einfach kein Handlungsstrang auf. Von einem auf den anderen Moment ist die vormals eher schüchterne Katie, die ihre Nase immer nur in Bücher gesteckt hat, Dillen verfallen. Während die Lektüre unaufhaltsam auf ihre gemeinsame Liebesgeschichte hinaus läuft, reden die beiden fast überhaupt nicht miteinander.
Ohne die Kommunikation , finde ich persönlich dieses plötzliche Vertrautsein und das nicht-mehr-ohne-einander-leben-können doch ein bisschen weit hergeholt. Auch die Figur der Katie blieb am Ende blass und konnte mich nicht überzeugen.
Vielleicht bin ich aber auch einfach ein bisschen zu alt für diesen Roman gewesen. Viele Young-Adult-Romane haben zweifelsohne ihren Reiz aber "Gefühlsgewitter" ist dann wohl eher etwas für jüngere Leserinnen, die in Sachen Liebe vielleicht gerade auch ihre ersten Erfahrungen machen, so wie Katie und die sich in ihr besser wieder finden, als ich das getan habe. 
Zum Schreibstil der Autorin kann man allerdings nichts sagen. Ally Taylors Roman liest sich sehr flüssig und ich habe ihn auch relativ schnell beendet. 

Katies und Dillens Geschichte ist somit seichte, schnell weg gelesene Unterhaltung für zwischendurch aber auch nicht mehr. 

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