Montag, 18. Januar 2016

Cardo Polar - Die Kinder der Kirschblüte: Teil 1: Die Kinder erwachen






Verlag: Books on Demand 
Erschienen: 10. November 2015
Seiten: 156
Preis: 5.49 Euro (Ebook: 0.99 Euro)









Hanna fühlt sich in ihrem Leben nicht wohl. Sie kommt überhaupt nicht mit ihrer Umwelt zurecht, wird in der Schule gemobbt und wird somit in die Rolle des klassischen Außenseiters gedrängt. 
Nur im Internet, in einem bestimmten Forum, kann sich Hanna so geben, wie sie ist. Mit ihren Internet-Freunden tauscht sie sich über ihr ungerechtes Leben aus und trifft auf Zustimmung und Gleichgesinnte. Dabei bleiben die Kids allesamt anonym. In diesem Forum ist auch Sven mit dem Hanna eine ganz persönliche Beziehung verbindet. Von ihm fühlt sie sich verstanden. 
Als Sven sich mit einer Aktion an seinen Mobbern in der Schule rächen will, geht diese schief und Sven ist gezwungen vor der Polizei zu fliehen. Hanna entschließt sich daraufhin ihm nach Hamburg zu folgen denn dort wollte sich Sven verstecken. 
Doch Hanna reist mit einem unglaublichen Geheimnis in die Stadt, einem Geheimnis, das bald dazu führt, dass ihnen nicht nur die Polizei auf den Fersen ist...

Also wenn man den ersten Teil "Die Kinder erwachen" aus der "Die Kinder der Kirschblüte"-Reihe mit einem Wort beschreiben sollte, wäre das wohl "außergewöhnlich", ja und auch ein bisschen seltsam. 
Auch nach zwei Tagen, nachdem ich diese Geschichte beendet habe, weiß ich immer noch nicht so wirklich, was ich von ihr halten soll. Erst einmal hatte ich immer den Eindruck, dass die Handlung sich nicht so recht aufbauen wollte, was allerdings wohl auch an der relativen Kürze dieses Buches lag. Dieser Umstand führte aber nicht dazu, dass "Die Kinder der Kirschblüte" mich gelangweilt hat, ich war höchstens etwas irritiert.
Meine Irritation wuchs dann noch ein bisschen mehr als plötzlich Fantasy und Science-Fiction Elemente im Verlauf auftauchten und das taten sie wirklich. Sie tauchten ohne Vorwarnung auf, platzten in die Story hinein und wirkten im ersten Moment etwas deplatziert. Auch die Nebenhandlung, die ebenfalls plötzlich in diesem Buch erschien und die in der Vergangenheit spielt, muss der Leser erst einmal einordnen. 
Aber trotz dieser Punkte und etwaiger kleiner Rechtschreibfehler, die mir als Germanistik-Studentin nun einmal auffallen, war ich trotzdem irgendwie fasziniert und kann auch nicht behaupten, dass es mich nicht interessieren würde, wie die Geschichte weiter geht. 
Die Protagonisten sind durchaus interessant gestaltet worden und außerdem hat es der übrigens anonyme Autor oder die Autorin geschafft Hannas verschiedene Emotionen gut darzustellen.
Abschließend kann ich sagen, dass es ein netter Einstieg in eine Geschichte war, die Potenzial besitzt, sich allerdings noch entwickeln muss. 
Wie sie das genau macht, das werde ich auf jeden Fall verfolgen. 

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