Montag, 14. März 2016

Ally Taylor - Dreisam





Verlag: Knaur
Seiten: 331 
Erschienen: 01. Februar 2016
Preis: 9.99 Euro (Ebook: 9.99 Euro)








Wieder einmal verschlägt es Julie in das kleine Küstenstädtchen Oceanside. Eine Postkartenidylle, die manchmal schon fast zu perfekt wirkt. Wie jeden Sommer jobbt sie in ihren Semesterferien in einem Hotel direkt am Strand. 
Doch dieses Mal scheint es der Sommer zu werden, der ihr komplettes Leben auf den Kopf stellen wird. Durch Zufall trifft sie in Oceanside auf den äußerst attraktiven Herzensbrecher Jake. Zwischen den beiden entsteht sofort eine fast schon magische Anziehungskraft, der sie sich beide schwer entziehen können. 
Während Julie fast nur noch an Jake denken kann, macht ein anderer seinen Anspruch geltend und zwar Julies eigentlich bester Freund Kyle. Nachdem die beiden vor ein paar Wochen eine Nacht zusammen verbracht haben, ist es um Kyle geschehen und auch Julie hat geglaubt in ihn den Richtigen gefunden zu haben, bis Jake in ihr Leben trat. 
Ihre Sehnsucht und ihr Verlangen nach Jake werden von Tag zu Tag stärker und Julie muss sich die Frage stellen auf was sie lieber hören soll, auf ihr Herz oder ihren Verstand...

Aller guten Dinge sind anscheinend drei.
Nachdem mich die ersten beiden Romane aus der 'Make it count - Reihe' "Gefühlsgewitter" und "Gefühlsbeben" nicht wirklich überzeugen konnten, habe ich nun in "Dreisam" von Ally Taylor eine Geschichte gefunden, die mich sehr gut unterhalten hat.
Wieder einmal befinden wir uns in dem kleinen und beschaulichen Örtchen Oceanside. Die Beschreibungen der Autorin dieses kleinen und zauberhaften Schauplatzes sind so wundervoll detailliert, dass man schon fast den warmen Sonnenschein auf der Haut fühlen konnte und den Wind spürte, der einen um die Nase wehte. Den akuten Fernwehanfall, den ich sowieso, während der Lektüre von "Dreisam" hatte, konnte Oceanside also nicht unbedingt mildern. 
Und was konnte besser passen als eine Dreiecksgeschichte in dieser wunderschönen Kulisse spielen zu lassen?
Sicherlich sind die Rollen wieder mal altbekannt: Vom Bad Boy, über das schüchterne Mädchen, das sich ihrer Ausstrahlung nicht bewusst ist bis hin zum Good Guy, der eigentlich nichts falsch macht aber genau aus diesem Grund alles falsch macht, all das finden wir auch in "Dreisam". Ally Taylor hat es aber geschafft ihren Figuren einen Charme zu verleihen, der ihre Leser mitlachen, mitfiebern und schmunzeln lässt. Jack ist man sowieso nach ungefähr drei Sekunden verfallen. Der gut aussehende böse Junge, der mich aber tatsächlich an einigen Stellen mit Tiefe und Sensibilität überraschen konnte. Auch Julie fehlte in großen Teilen die nervige Naivität, die mich eigentlich immer davon abgehalten hat solche Arten von Geschichten zu lesen. Natürlich scheint diese auf manchen Seiten noch durch aber nicht in einem solchen Umfang, dass es mich gestört hätte. Wer mich allerdings des öfteren gestört hat war Kyle. Allerdings war das für den weiteren Handlungsverlauf genauso beabsichtigt gewesen und es hat einfach gepasst.
Erzählt wird "Dreisam" sowohl aus Julies als auch aus Jakes Perspektive, was es einen auch erheblich erleichtert die Gefühlswelten und die daraus resultierenden Handlungen besser nachvollziehen zu können. 
Und um den Begriff 'passen' noch einmal aufzugreifen: 
Dieses Mal hat wirklich alles gepasst. 
"Dreisam" ist eine romantische, oft auch witzige, leichte und sogar spannende Geschichte für zwischendurch geworden. 
Fans dieses Genres werden auf ihre Kosten kommen. 

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