Freitag, 18. März 2016

Colleen Hoover - Maybe Someday






Verlag: dtv
Seiten: 432
Erschienen: 18. März 2016
Preis: 12.95 Euro (Ebook: 9.99 Euro)









"Manchmal braucht man ein paar Scheißtage im Leben, damit wir den Blick für die guten nicht verlieren".

Sydney erlebt den wohl schlimmsten Tag ihres Lebens, als sie erfährt, dass ihr Freund sie mehrmals betrogen hat. Ohne lange zu zögern, packt sie ihre Sachen und steht nun plötzlich völlig alleine da. Kein Freund mehr, keine Wohnung, wenig Geld in der Tasche und die Eltern weit weg. 
Glücklicherweise bietet Sydney ihr unmittelbarer Nachbar Ridge ein Zimmer in seiner WG an, in das sie zumindest so lange ziehen könnte, bis sie etwas eigenes gefunden hat. Das Einzige, was Ridge als Gegenleistung verlangt, ist ihre Hilfe beim Song schreiben denn Ridge ist Musiker mit einer Schreibblockade, der dringend Inspiration braucht. Sydney, die im Hauptfach Musik studiert und offensichtlich ein verstecktes Talent für das Song schreiben besitzt, willigt ein und schon bald merken die beiden, dass sie ein ziemlich gutes Team sind.
Ein ziemlich gutes Team, das sich irgendwann zu gut versteht denn Sydney erfährt erst später, dass Ridge eine Freundin hat, die er sehr liebt.
Höchste Zeit die Notbremse zu ziehen! 
Doch schnell wird deutlich, dass die beiden machen können, was sie wollen. Je verzweifelter sie ihre Gefühle füreinander unterdrücken, desto heftiger werden diese und steuern damit unaufhaltsam auf eine Liebe zu, die nicht sein kann...nicht sein darf...

Ich: "Einfach unglaublich, was eine einzige Geschichte mit einem anstellen kann! Ich bin immer noch fasziniert, berührt und einfach begeistert. Wie schafft diese Frau das bloß immer?"

Ridge: "Das kann ich dir nicht sagen. Colleen Hoover ist zweifellos eine Meisterin ihres Fachs aber vielleicht lag es auch daran, dass sie unsere Geschichte erzählt hat und wir einfach so verdammt unwiderstehlich sind?"

Sydney: "Oh man Ridge, du hast definitiv schon wieder zu viel mit Warren abgehangen! Lisa, wie fandest du eigentlich Warren als Ridges besten Freund und Mitglied unserer Chaos-WG?"

Ich: "Ich musste sooft über Warren lachen, dass ich es gar nicht mehr zählen konnte. Er hat eine gewisse Art von Charme, der mich immer wieder um den Finger gewickelt hat. Aber es ist nicht nur Warren! Jede einzelne Figur in eurer Geschichte war einfach wundervoll! Es gab dort so eine große Vielseitigkeit und Detailverliebtheit zu bestaunen, dass man sogar über die eigentlichen Nebenfiguren weitere Geschichten hätte erzählen können.
Aber wer weiß, was Frau Hoover da noch so geplant hat."

Sydney: "Das kann man bei ihr wirklich nicht wissen. Die Handlungsverläufe in ihren Büchern sind immer absolut unvorhersehbar."

Ich: "Da hast du Recht! Aber ich habe das noch nie so intensiv wahr genommen, wie in eurer Geschichte. "Maybe Someday" beginnt tragisch und als Leser bekommt man das Gefühl, dass man den Rest ein bisschen vorhersehen könnte, bis einem dann wieder einfällt, dass man ein Hoover-Buch in den Händen hält und plötzlich mit Tatsachen und Handlungsverläufen konfrontiert wird, an die man vorher niemals gedacht hat. Ich bin sooft überrascht worden an Stellen, an denen ich glaubte nicht mehr überrascht werden zu können.
Auch auf der Gefühlsebene hatte ich, während der gesamten Zeit, in der mir Colleen Hoover eure Geschichte erzählt hat, den Eindruck, dass die Autorin immer noch einen drauf legen konnte. Die wirkliche Tragik in den Gefühlen, die ihr füreinander entwickelt habt, wurde zwar langsam aufgebaut aber dann gerade zum Schluss so intensiv, dass mein Herz an vielen Stellen schneller schlug, das war einfach unglaublich! 
Ich habe so mit gelitten, das hat teilweise richtig weh getan! Sie hat dieses Buch mit einer Intensität erzählt, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre dabei gewesen!"

Ridge: "Du warst also dieses Mädchen, das immer hinter den Bäumen stand und uns beobachtet hat. Jetzt verstehe ich alles!"

Ich: "Sehr lustig, Ridge! Wenn ich wirklich dabei gewesen wäre, hätte ich dir aber nicht nur einmal die Meinung gesagt. Davon kannst du ausgehen! 
Wenn man nämlich so von einer Story eingenommen wird, wie ich von "Maybe Someday" dann lacht man mit, man leidet, man weint mal aus Trauer und mal aus Glück aber man könnte das Buch auch oft gegen die Wand werfen, wenn die Protagonisten eben nicht genau das tun, was sie tun sollten, nicht wahr Ridge?"

Ridge: "Also ich verhalte mich generell immer vorbildlich!"

Sydney: "In deinen Träumen vielleicht! 
Lisa, ich finde es wirklich toll, dass dir unsere Geschichte so gut gefallen hat. Mich interessiert aber noch etwas. Wie hat dir das Bonusmaterial zu dem Buch gefallen?"

Ich: "Während des Lesens gefiel mir schon allein der Titel des Buches. "Maybe Someday" ist so passend gewählt. Kein anderer Titel würde die Geschichte um euch beide so gut erzählen können und als ich dann auch noch das Bonusmaterial entdeckt habe...
Sagen wir mal so: Ich habe am Ende des Buches geweint, teilweise auch, weil es zu Ende war, dann habe ich mich beruhigt und beim Bonusmaterial wieder geweint. 
Colleen Hoover hat das Talent Bücher zu schreiben, von denen man der sicheren Überzeugung ist sein ganzes Leben drauf gewartet zu haben.
So eines war "Maybe Someday" für mich. 
Großartig, intensiv und so witzig erzählt mit wundervollen Charakteren, die diese Geschichte einfach einzigartig und besonders machen. 
Sid, Ridge, ich kann euch nur eins sagen: Eure Geschichte werde ich nicht so schnell wieder vergessen. Sie hat sich in mein Herz geschlichen und kommt da wohl nicht mehr raus und ich bin sicher, dass ich nicht die Einzige bleiben werde, der es so geht und gehen wird."

Ridge: "Ich habe doch gesagt: Wir sind einfach klasse!"

Sydney: "Ich glaube, ich muss das Buch auch noch einmal lesen, obwohl ich die Geschichte am besten kenne."

Ich: "Ich bin mir sicher, dass "Maybe Someday" zu diesen Büchern gehört, die man immer wieder lesen kann auch wenn man es schon kennt.
Es ist nie zu spät sich dann ein zweites Mal in alles zu verlieben und ein drittes Mal und ein viertes...Ihr wisst, wie das weiter geht."

1 Kommentar:

  1. Hallo Lisa,

    Deine Rezension klingt ja großartig!
    Ich muss bald auch unbedingt etwas von Colleen Hoover lesen. :)

    Liebe Grüße,
    Laura

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