Dienstag, 6. Dezember 2016
Traci Chee - Ein Meer aus Tinte und Gold (Das Buch von Kelanna, Band 1)
Verlag: Carlsen
Seiten: 478
Erschienen: 25. November 2016
Preis: 17.99 Euro (Ebook: 9.99 Euro)
Seit Sefias Eltern gestorben sind, ist ihre einzige Bezugsperson ihre Tante Nin. Schon immer zogen die beiden durch das Land und kämpften ums Überleben, auf der Flucht vor einem, für Sefia, unbekannten Verfolger.
Doch dann wird Nin plötzlich entführt und von einem auf den anderen Moment steht Sefia alleine da. Die einzige Spur zu ihrer Tante ist ein geheimnisvoller Gegenstand, den Sefia schon ewig in ihrem Rucksack dabei hat. Genau genommen handelt es sich um ein Buch, ein scheinbar nutzloses Utensil in Sefias Welt, in der niemand von der Existenz geschriebener Worte ahnt.
Fest entschlossen Nin aus den Fängen ihrer Entführer zu befreien, lenkt Sefia zum ersten Mal ihre volle Aufmerksamkeit auf das Buch und erkennt schnell, dass es eine gewaltige, geheimnisvolle und magische Kraft besitzt. Eine Kraft, die Sefia nur dann vollends entschlüsseln kann, indem sie sich auf eine gefährliche Reise begibt.
Eine Reise voller Abenteuer und Verfolgern, von der es möglicherweise keine Wiederkehr gibt.
Doch zum Glück hat Sefia einen Gefährten dabei. Ein stummer junger Mann, der ihr treu zur Seite steht, aber selbst voller Geheimnisse steckt.
Im ersten Buch von Kelanna "Ein Meer aus Tinte und Gold" entführt uns die Autorin Traci Chee in eine Welt, die bücherliebenden Menschen im ersten Moment wie ein Albtraum vorkommen muss, einer Welt ohne das geschriebene Wort. Obwohl ein geheimnisvolles Buch die Hauptrolle in der Geschichte spielt, wissen die Menschen nicht, dass Wörter aufgeschrieben werden können, dass sie eine Bedeutung besitzen.
Der zweite Blick in Sefias Welt ist dann aber schon wieder weniger angsteinflößend, denn keine Bücher bedeuten dort keineswegs keine Geschichten. Ganz klassisch werden dort Geschichten weiter erzählt und zwar so lange, bis sie jeder auswendig kann und sie folglich über einen langen Zeitraum Bestand haben.
Zudem gibt es eben noch Sefia, die Protagonistin des Buches. Ein junges Mädchen, das schon früh in ihrem Leben gezwungen wurde zur Überlebenskünstlerin zu werden und nun Gerechtigkeit für die grausamen Taten will, die ihrer Familie angetan wurden. Mit den geheimnisvollen Buch, das die einzige Spur zu ihrer Tante darstellt, bringt sie dann doch das geschriebene Wort in ihre Welt und damit auch jede Menge Magie und Gefahren. Begleitet wird sie von einem Jungen, den sie zunächst nicht allzu viele Sympathien entgegen bringen wollte, aus Angst ihn in Gefahr zu bringen, mit dem sie aber dann doch eine besondere Freundschaft teilt.
Und das war auch gut so, denn die beiden stürzen sich in gefährliche Abenteuer, in der man einen Freund an seiner Seiten haben sollte.
Obwohl das Buch zwischendurch einige Längen hatte, war ich am Ende doch sehr froh Sefia begleiten zu dürfen, denn sie erlebt zusammen mit dem Jungen, den sie Archer nennt, jede Menge spannende und mysteriöse Abenteuer, die das Rätsel um das geheimnisvolle Buch immer wieder neu anheizen.
Auch der Erzählstil hat mir dabei besonders gut gefallen, da die einzelnen Kapitel immer wieder aus der Sicht von verschiedenen Figuren erzählt werden. Mal ist es Sefia selbst, mal ist es aus Archers Sicht und manchmal wird die Geschichte auch von Kapitän Lees erzählt, einer wirklich tollen Figur, die man unbedingt kennen lernen sollte.
Normalerweise erwähne ich die Gestaltung eines Buches höchstens am Rande, weil es eigentlich immer um die Geschichte gehen sollte, aber hier muss ich einfach mal eine Ausnahme machen. Geschwärzte Wörter, verblichene Zeilen oder angebranntes Papier, all das findet der Leser im ersten Buch von Kelanna und es verstärkt den Eindruck noch einmal, dass er sich auf einer besonderen Reise befindet, die ein längst gehütetes Geheimnis ans Licht bringen wird.
"Ein Meer aus Tinte und Gold" ist voller Fantasie, Geheimnisse und interessanter Figuren, die dich plötzlich auf ein Piratenschiff ziehen können, um dich auf eine Reise zum Ende der Welt mitzunehmen. Obwohl es ein paar Längen hat und der rote Faden in der Geschichte vom Leser das ein oder andere Mal ganz festgehalten werden muss, damit er nicht verloren geht, hat es mir, als begeisterte Leserin, in der Welt ohne das geschriebene Wort, gefallen und ich freue mich schon darauf, wenn ich zurückkehren darf.
Hier geht es zum Buch
Montag, 21. November 2016
Lynda Mullaly Hunt - Wie ein Fisch im Baum
Verlag: cbt
Seiten: 300
Erschienen: 31. Oktober 2016
Preis: 12.99 Euro (Ebook: 9.99 Euro)
Die elfjährige Ally gilt in ihrer Schule als Einzelgängerin. Mehrmals in der Woche wird sie zur Rektorin geschickt, weil auch ihre Lehrer nicht mit ihr zurechtkommen. Dabei will Ally nur um jeden Preis ihr Geheimnis vor den Lehrern, und auch vor ihren Mitschülern in der Klasse, bewahren und zwar, dass sie weder lesen noch schreiben kann. Sie schämt sich furchtbar, hält sich selbst für eine Versagerin und will sich niemandem anvertrauen.
Doch plötzlich ändert sich alles, als Ally einen neuen Klassenlehrer bekommt. Mr. Daniels schickt sie nicht zur Rektorin, obwohl Ally ihn am Anfang genug Gründe dafür liefert.
Nach und nach gelingt es Mr. Daniels dann doch ihr Vertrauen zu gewinnen und er findet heraus, dass die hochintelligente Ally Legasthenikerin ist. Endlich begreift Ally, dass es gar nicht so schlimm ist aus der Masse heraus zu stechen und etwas Besonderes zu sein.
Gemeinsam mit ihren neuen Freunden Keisha und Albert setzt sie schließlich sogar die mobbende Klassenkönigin Shay schachmatt...
"Jeder ist auf seine Weise klug. Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, er sei dumm."
Immer mehr habe ich mich, in meiner Begeisterung für das geschriebene Wort, der Suche verschrieben besondere Bücher zu finden. Diese Bücher, die ganz sicher nicht auf irgendwelchen Bestsellerlisten stehen, sondern die irgendwo in der Ecke im Buchregal warten und die man nicht sofort registriert.
Möglicherweise geht man auch an ihnen vorbei, weil man den zweiten Blick dann doch nicht riskiert. Und das ist so furchtbar schade, fast schon traurig, denn so fallen viele wundervolle Geschichten durch das Raster. Geschichten, die eine nicht erklärbare Besonderheit ausstrahlen, obwohl man noch keine einzige Seite gelesen hat und man doch ahnt: "Das könnte wieder so ein Schatz sein".
Eine Bloggerkollegin, Jacquelin von bookaholic. hat diese Geschichten einmal als 'Mehr Bücher' betitelt und eine treffende Bezeichnung gibt es nicht.
'Mehr Bücher' sind solche, die zwischen den Zeilen so viel stehen haben.
'Mehr-Bücher' sind solche, die man in die Welt hinaustragen möchte, weil man das dringende Bedürfnis verspürt, dass sie noch viel mehr Menschen lesen sollten.
Man kann sich sicherlich denken, dass "Wie ein Fisch im Baum" zu diesen 'Mehr Büchern' gehört. Die Geschichte von Ally, geschrieben von Lynda Mullaly Hunt, ist möglicherweise genau dieses Buch, das unten links in der Ecke vom Buchregal in der Buchhandlung steht und dann übersehen wird. Aber genau deswegen schreibe ich auch so gerne über diese Art von Büchern, um ihnen zumindest eine kleine Plattform zu geben, um doch nicht übersehen zu werden.
Ally ist großartig! Hätte ich so ein Mädchen früher in der Klasse gehabt, ich hätte alles getan, damit wir beide Freundinnen werden. Das wirklich Schlimme an der Sache ist aber, dass Ally gar nicht erkennt, dass gerade ihre Besonderheit sie zu diesem wundervollen Menschen macht, der sie ist. Völlig verunsichert nimmt sie den Spott und die Sticheleien ihrer Klassenkameraden in Kauf, um bloß ihr Geheimnis zu bewahren.
Aber glücklicherweise gibt es Mr. Daniels, der Inbegriff des coolen und lockeren Lehrers, den wir früher alle gerne haben wollten. Doch Mr. Daniels gibt eben auch nicht nach. Er erkennt, dass das Besondere in Ally eben nicht dazu führen sollte sie regelmäßig abzuschieben, sondern ihr klar zu machen, dass ihre Besonderheit sie als Menschen ausmacht.
Natürlich tauchen solche Lehrerfiguren in der Realität selten bis überhaupt nicht auf und deswegen ist "Wie ein Fisch im Baum" möglicherweise auch ein Buch für angehende Lehrer. Angehende Lehrer, die vielleicht auch so sein wollen wie Mr. Daniels, denn wir können wirklich nicht genug Typen wie Mr. Daniels in unseren Schulen haben.
Aber "Wie ein Fisch im Baum" ist auch etwas für dich und mich, weil hier ein elfjähriges Mädchen auf wundervolle Art und Weise lernt, was es bedeutet zu sich selbst zu stehen und da könnte sich manch ein Erwachsener noch eine Scheibe von abschneiden.
Also: Unbedingt stehen bleiben. Den zweiten Blick riskieren. Und lesen.
Dienstag, 8. November 2016
Kevin Sands - Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten
Verlag: dtv
Seiten: 330
Erschienen: 14. Oktober 2016
Preis: 15.95 Euro (Ebook: 13.99 Euro)
Der Arbeitsalltag des Apotheken-Lehrlings Christopher Rowe hat einiges zu bieten: Heiltränke zubereiten, Codes entschlüsseln und ab und an eine kleine Explosion, denn Christopher ist, neben seiner nicht enden wollenden Neugier, vor allem eines: sehr experimentierfreudig.
Sehr zum Leidwesen seines Meisters Benedict Blackthorn, der, wenn er das Haus verlässt, immer wieder Angst haben muss seine Apotheke, bei seiner Wiederkehr, in Schutt und Asche vorzufinden. Blackthorn weiß aber trotzdem sehr wohl, was er an seinem Lehrling hat und weiß das auch durchaus zu schätzen.
Was allerdings nicht zu Christophers Alltag gehören sollte, ist Mord. Aber mit genau einer mysteriösen Mordserie muss sich London gerade auseinander setzen. Das wirklich Seltsame daran? Immer wieder trifft es Inhaber von Apotheken.
Christoph muss schnell erkennen, dass sein Meister und er selbst keinesfalls außerhalb der Gefahrenzone sind, doch wer steckt hinter den grausamen Morden?
Glücklicherweise hat Blackthorn seinen Lehrling zudem in die Kunst eingeführt geheimnisvolle Codes zu entschlüsseln. Genau das bringt Christopher nämlich auf die Spur eines mächtigen Geheimnisses, einem Geheimnis, für das andere töten würden...
Geheime Codes entschlüsseln und mysteriöse Geheimnisse ergründen? Schon im Vorfeld schien der erste Teil der 'Blackthorn-Code' Reihe "Das Vermächtnis des Alchemisten" von Kevin Sands genau die richtige Geschichte für mich zu sein. Erst etwas später fand ich heraus, dass sich das Buch dem Genre 'Kinderbuch' zuordnet, was aber meiner Begeisterung das Buch lesen zu wollen, keinen Abbruch tat und nachdem ich es nun gelesen habe?
Der Auftakt der Blackthorn-Code Reihe ist sicherlich nicht "nur" ein Kinderbuch, einige Szenen platzieren die Geschichte wohl eher in den Jugendbuch-Bereich aber vor allem ist es eine unglaublich rasante, actionreiche und spannende Story.
Kevin Sands entführt uns ins London des 17. Jahrhunderts, einem London, in dem 14-jährige Apotheken-Lehrlinge weniger als nichts zu sagen haben. Doch der Protagonist der Geschichte Christopher Rowe hat Glück. Mit Benedict Blackthorn gerät der ehemalige Waisenjunge nicht nur an einen wahnsinnig intelligenten Menschen , sondern auch an einen gütigen Lehrmeister, der immer ein nachsichtiges Lächeln für seinen Schützling übrig hat. Zudem hat Christopher in der Blackthorn Apotheke ein neues Zuhause gefunden.
Und das ist auch das erste wichtige Fundament in Kevin Sands Geschichte: Die mehr als liebenswerten Figuren. Egal, ob es nun Meister Blackthorn selbst oder eben der Held des Buches Christopher oder sein bester und treuherziger Freund Tom ist, jeder Charakter hat eine Handvoll liebenswerter Züge, die ihn zu etwas ganz Besonderem machen. Gerade bei Christopher weiß man manchmal nicht, ob man über ihn lächelnd den Kopf schütteln, ihn für seinen Mut bewundern oder ihn beschützen will. Aber auch die restlichen Charaktere sollte man unbedingt kennen lernen. Man wird es ganz sicher nicht bereuen.
Die Handlung in 'Der Blackthorn-Code' hat mich dann persönlich total überrascht, weil sie nicht eine Sekunde still stand. Immer passierte etwas, das mich dazu brachte schon fast begierig die nächste Seite aufzuschlagen. Dementsprechend flogen diese dann auch nur so dahin, so dass ich das Buch fast schon in Rekordzeit ausgelesen hatte. Auch die Rätsel und verschlüsselten Codes in der Handlung haben mir wahnsinnig gut gefallen.
Allerdings muss ich noch einmal anmerken, dass, aufgrund vieler brutaler Szenen, ich das Buch nicht wirklich in den Kinderbuch Bereich einordnen möchte.
"Das Vermächtnis des Alchemisten" ist ein lesenswerter und toller Auftakt der Blackthorn-Reihe geworden. Ich freue mich schon sehr auf die Nachfolger.
Sonntag, 6. November 2016
Lesemonat Oktober
Hallo ihr lieben Menschen,
die zwei großen 'B': Buchmesse und Bachelor Arbeit haben dazu geführt, dass mein Lesemonat Oktober doch etwas kläglich ausgefallen ist, zumindest für meine Verhältnisse :)
Im vergangenen Monat kam ich auf insgesamt sechs Bücher mit 2964 Seiten. Aber das Schöne bei einer relativ geringen Anzahl von Büchern,ist, dass kein Flop drunter war und jedes einzelne auf seine ganz individuelle Art und Weise besonders war. Dann können wir ja anfangen.
Ich habe mich ja schon fast geschämt angesichts der Tatsache, dass ein Colleen Hoover Buch so lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher lag. Aber im Oktober habe ich es endlich in Angriff genommen und was soll ich sagen? Colleen hat mal wieder alles gegeben. Ich mag ihren Erzählstil und ihre Geschichten einfach unheimlich gerne und das, obwohl ich Liebesromanen immer sehr skeptisch gegenüber stehe aber von dieser Frau würde ich einfach alles lesen. in "Ugly love" verschieben sich allerdings ein bisschen die Genregrenzen. Während ihre anderen Bücher eher in Richtung Drama mit Liebe gehen, ist dieses Buch mehr Drama, Liebe und Sex. Aber überhaupt nicht negativ gemeint, denn auch das beherrscht Colleen Hoover beinahe perfektionistisch. Ich hoffe, dass sie uns mit noch sehr, sehr vielen Geschichten beglücken wird, denn ihre Bücher sind immer grandios."Ugly love" ist bereits auf Deutsch erschienen, unter dem Titel "Zurück ins Leben geliebt", im dtv-Verlag.
Dann ging es weiter mit einem Buch, das ebenfalls schon viel zu lange ungelesen bei mir herumlag. Durch "London" von Christoph Marzi, das erst vor kurzem erschienen und der fünfte Teil der 'Uralte-Metropole' Reihe ist, wurde ich dann wieder aufmerksam und fand heraus, dass der erste Teil schon lange in meinem Besitz war und so entschloss ich mich spontan das 863 Seiten starke Abenteuer zu wagen. Und wurde nicht enttäuscht. 'Lycidas' ist ein zwar durchaus komplexes aber fantastisches und magisches Buch geworden. Ein unglaublich toller Auftakt der Reihe, ich hab mich auf den ersten Seiten bereits so schnell verliebt, dass ihr mir die restlichen Teile auch sofort besorgen musste. Christoph Marzi entführt uns nach London oder besser ausgedrückt: er führt uns zu einem Ort unterhalb Londons. Eine magische Welt, die sich in der Londoner Untergrundbahn gebildet hat und allerlei Kreaturen und Monster verbirgt. Es geht um Emily, einem Waisenkind, das von einer sprechenden Ratte eine wichtige Mission erhält. Alles andere müsst ihr aber selbst herausfinden und es lohnt sich definitiv.
Weiter ging es im Oktober mit dem zweiten Buch des Autorenduos Ursula Poznanski und Arno Strobel "Anonym". Schon der erste Thriller von den beiden "Fremd" konnte mich mehr als überzeugen und so war ich gespannt, was "Anonym" für mich bereit hielt. Auf jeden Fall erwähnenswert ist der besondere Schreibstil in den Romanen. In "Fremd", in der es jeweils einen weiblichen und männlichen Protagonisten gab, sind die Kapitel immer im Wechsel von den jeweiligen Charakteren erzählt worden und genauso ist es auch in "Anonym", nur dass es in diesem Fall um ein Ermittlerduo geht. Ein Ermittlerduo, die es mit einem besonders grausamen Serientäter zu tun bekommen, der ein Forum im Internet eröffnet und dort regelmäßig über sein nächstes Opfer abstimmen lässt. Zum großen Entsetzen der Ermittler findet diese Abstimmung auch regelmäßig großen Anklag, weil die meisten Menschen sich im Netz eben sicher und anonym fühlen. Ein spannender Thriller, der die menschlichen Abgründe aufzeigt.
Kommen wir vom Thriller zur Liebe. Und zu einem ganz besonderen Buch. Die Liebesgeschichte in "Irgendwann für immer" von Katja Millay ist auf jeder Seite außergewöhnlich und einzigartig. Die Seiten flogen nur so dahin und ich habe mich immer sehr darauf gefreut, wenn ich das Buch in die Hand nahm und weiter lesen durfte. Dabei passierte in der Handlung eigentlich gar nicht so viel aber zwischen den Zeilen fackelte es ein ganzes Feuerwerk ab. Unglaublich berührend und schön erzählt, aber auch dieser Kloß im Hals, wenn man etwas liest, dass man so nicht erwartet hätte, war dabei. Am Schluss zählte aber nur das Gefühl, dass man das Glück hatte eine wirklich besondere und schöne Geschichte lesen zu dürfen.
Im vergangenen Monat gab es dann auch eine kleine persönliche Premiere für mich: Ich habe mein erstes Buch von Gesa Schwartz gelesen. "Herz aus Nacht und Scherben" ist natürlich auf den ersten Blick ein absoluter Cover-Blickfang. Als ich dann auch noch im Klappentext gelesen habe, dass die Geschichte in Venedig spielen soll, musste ich das Buch unbedingt lesen. "Herz aus Nacht und Scherben" ist ein anspruchsvolles und tolles Fantasy-Spektakel geworden. Eine tolle Idee, die uns in das geheimnisvolle Reich der Scherben führt, eine Art zweite Welt, die parallel neben dem Venedig existiert, das wir kennen. Besonders gefallen, als Buchliebhaberin, haben mir die vielen kleinen Verweise und Zitate auf die Macht der Wörter, eine Macht, auf der fast die gesamte Handlung aufgebaut ist. Es wird sicherlich nicht mein letztes Buch von Gesa Schwartz gewesen sein. Wer nun neugierig geworden ist, ich habe zu "Herz aus Nacht und Scherben" noch eine Rezension geschrieben.
Kommen wir als Letztes zu meinem absoluten Monatshighlight. Wieder mal habe ich gefühlte zehn Jahre auf das neue Buch meines Lieblingsautoren Sebastian Fitzek gewartet. Eigentlich war es nur ein Jahr aber die gefühlte Wartezeit ist natürlich immer viel länger. Und was soll ich sagen? Seit zehn Jahren wundere ich mich immer wieder, wie dieser Mann es schafft immer wieder einen drauf zu legen. "Das Paket" ist für mich mein neues Fitzek-Lieblingsbuch geworden. Ein grandioser Psychothriller im absoluten Fitzek-Schreibstil, der den Leser nicht einen Moment zu Atem kommen lässt. Ich habe es übrigens auch aufgegeben mir seine Bücher einteilen zu wollen. Das geht überhaupt nicht. Man denkt sich den fast schon obligatorischen Satz "Nur noch ein Kapitel" und wundert sich, wie dieses Kapitel plötzlich 100 Seiten haben kann. Ich habe "Das Paket" an einem Tag ausgelesen und keine Minute bereut, auch wenn ich jetzt wieder ein Jahr warten muss (zehn Jahre, es sind auf jeden Fall zehn Jahre...)
So, das war er auch schon wieder: Mein kleiner Lesemonat Oktober.
War was für euch dabei? Gibt es wohl möglich noch andere Fitzek Fans? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.
Schönen Sonntag,
Lisa.
die zwei großen 'B': Buchmesse und Bachelor Arbeit haben dazu geführt, dass mein Lesemonat Oktober doch etwas kläglich ausgefallen ist, zumindest für meine Verhältnisse :)
Im vergangenen Monat kam ich auf insgesamt sechs Bücher mit 2964 Seiten. Aber das Schöne bei einer relativ geringen Anzahl von Büchern,ist, dass kein Flop drunter war und jedes einzelne auf seine ganz individuelle Art und Weise besonders war. Dann können wir ja anfangen.
Ich habe mich ja schon fast geschämt angesichts der Tatsache, dass ein Colleen Hoover Buch so lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher lag. Aber im Oktober habe ich es endlich in Angriff genommen und was soll ich sagen? Colleen hat mal wieder alles gegeben. Ich mag ihren Erzählstil und ihre Geschichten einfach unheimlich gerne und das, obwohl ich Liebesromanen immer sehr skeptisch gegenüber stehe aber von dieser Frau würde ich einfach alles lesen. in "Ugly love" verschieben sich allerdings ein bisschen die Genregrenzen. Während ihre anderen Bücher eher in Richtung Drama mit Liebe gehen, ist dieses Buch mehr Drama, Liebe und Sex. Aber überhaupt nicht negativ gemeint, denn auch das beherrscht Colleen Hoover beinahe perfektionistisch. Ich hoffe, dass sie uns mit noch sehr, sehr vielen Geschichten beglücken wird, denn ihre Bücher sind immer grandios."Ugly love" ist bereits auf Deutsch erschienen, unter dem Titel "Zurück ins Leben geliebt", im dtv-Verlag.
Dann ging es weiter mit einem Buch, das ebenfalls schon viel zu lange ungelesen bei mir herumlag. Durch "London" von Christoph Marzi, das erst vor kurzem erschienen und der fünfte Teil der 'Uralte-Metropole' Reihe ist, wurde ich dann wieder aufmerksam und fand heraus, dass der erste Teil schon lange in meinem Besitz war und so entschloss ich mich spontan das 863 Seiten starke Abenteuer zu wagen. Und wurde nicht enttäuscht. 'Lycidas' ist ein zwar durchaus komplexes aber fantastisches und magisches Buch geworden. Ein unglaublich toller Auftakt der Reihe, ich hab mich auf den ersten Seiten bereits so schnell verliebt, dass ihr mir die restlichen Teile auch sofort besorgen musste. Christoph Marzi entführt uns nach London oder besser ausgedrückt: er führt uns zu einem Ort unterhalb Londons. Eine magische Welt, die sich in der Londoner Untergrundbahn gebildet hat und allerlei Kreaturen und Monster verbirgt. Es geht um Emily, einem Waisenkind, das von einer sprechenden Ratte eine wichtige Mission erhält. Alles andere müsst ihr aber selbst herausfinden und es lohnt sich definitiv.
Weiter ging es im Oktober mit dem zweiten Buch des Autorenduos Ursula Poznanski und Arno Strobel "Anonym". Schon der erste Thriller von den beiden "Fremd" konnte mich mehr als überzeugen und so war ich gespannt, was "Anonym" für mich bereit hielt. Auf jeden Fall erwähnenswert ist der besondere Schreibstil in den Romanen. In "Fremd", in der es jeweils einen weiblichen und männlichen Protagonisten gab, sind die Kapitel immer im Wechsel von den jeweiligen Charakteren erzählt worden und genauso ist es auch in "Anonym", nur dass es in diesem Fall um ein Ermittlerduo geht. Ein Ermittlerduo, die es mit einem besonders grausamen Serientäter zu tun bekommen, der ein Forum im Internet eröffnet und dort regelmäßig über sein nächstes Opfer abstimmen lässt. Zum großen Entsetzen der Ermittler findet diese Abstimmung auch regelmäßig großen Anklag, weil die meisten Menschen sich im Netz eben sicher und anonym fühlen. Ein spannender Thriller, der die menschlichen Abgründe aufzeigt.
Kommen wir vom Thriller zur Liebe. Und zu einem ganz besonderen Buch. Die Liebesgeschichte in "Irgendwann für immer" von Katja Millay ist auf jeder Seite außergewöhnlich und einzigartig. Die Seiten flogen nur so dahin und ich habe mich immer sehr darauf gefreut, wenn ich das Buch in die Hand nahm und weiter lesen durfte. Dabei passierte in der Handlung eigentlich gar nicht so viel aber zwischen den Zeilen fackelte es ein ganzes Feuerwerk ab. Unglaublich berührend und schön erzählt, aber auch dieser Kloß im Hals, wenn man etwas liest, dass man so nicht erwartet hätte, war dabei. Am Schluss zählte aber nur das Gefühl, dass man das Glück hatte eine wirklich besondere und schöne Geschichte lesen zu dürfen.
Im vergangenen Monat gab es dann auch eine kleine persönliche Premiere für mich: Ich habe mein erstes Buch von Gesa Schwartz gelesen. "Herz aus Nacht und Scherben" ist natürlich auf den ersten Blick ein absoluter Cover-Blickfang. Als ich dann auch noch im Klappentext gelesen habe, dass die Geschichte in Venedig spielen soll, musste ich das Buch unbedingt lesen. "Herz aus Nacht und Scherben" ist ein anspruchsvolles und tolles Fantasy-Spektakel geworden. Eine tolle Idee, die uns in das geheimnisvolle Reich der Scherben führt, eine Art zweite Welt, die parallel neben dem Venedig existiert, das wir kennen. Besonders gefallen, als Buchliebhaberin, haben mir die vielen kleinen Verweise und Zitate auf die Macht der Wörter, eine Macht, auf der fast die gesamte Handlung aufgebaut ist. Es wird sicherlich nicht mein letztes Buch von Gesa Schwartz gewesen sein. Wer nun neugierig geworden ist, ich habe zu "Herz aus Nacht und Scherben" noch eine Rezension geschrieben.
Kommen wir als Letztes zu meinem absoluten Monatshighlight. Wieder mal habe ich gefühlte zehn Jahre auf das neue Buch meines Lieblingsautoren Sebastian Fitzek gewartet. Eigentlich war es nur ein Jahr aber die gefühlte Wartezeit ist natürlich immer viel länger. Und was soll ich sagen? Seit zehn Jahren wundere ich mich immer wieder, wie dieser Mann es schafft immer wieder einen drauf zu legen. "Das Paket" ist für mich mein neues Fitzek-Lieblingsbuch geworden. Ein grandioser Psychothriller im absoluten Fitzek-Schreibstil, der den Leser nicht einen Moment zu Atem kommen lässt. Ich habe es übrigens auch aufgegeben mir seine Bücher einteilen zu wollen. Das geht überhaupt nicht. Man denkt sich den fast schon obligatorischen Satz "Nur noch ein Kapitel" und wundert sich, wie dieses Kapitel plötzlich 100 Seiten haben kann. Ich habe "Das Paket" an einem Tag ausgelesen und keine Minute bereut, auch wenn ich jetzt wieder ein Jahr warten muss (zehn Jahre, es sind auf jeden Fall zehn Jahre...)
So, das war er auch schon wieder: Mein kleiner Lesemonat Oktober.
War was für euch dabei? Gibt es wohl möglich noch andere Fitzek Fans? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.
Schönen Sonntag,
Lisa.
Dienstag, 1. November 2016
Gesa Schwartz - Herz aus Nacht und Scherben
Verlag: cbt
Seiten: 541
Erschienen: 03. Oktober 2016
Preis: 17.99 Euro (Ebook: 13.99 Euro)
Viel zu lange Zeit ist vergangen seit die 17-jährige Milou ihre Großmutter zuletzt in Venedig besucht hat. Es wird höchste Zeit das nachzuholen. Bei ihrer Großmutter hat sich Milou nämlich immer wohl gefühlt aber auch die Gassen der Lagunenstadt Venedig haben sie magisch angezogen.
Nach ihrer Rückkehr, bemerkt Milou relativ schnell, dass sich seltsame Dinge in Venedig abspielen. Ein unheimlicher weißer Nebel taucht plötzlich auf und scheint die Kinder der Stadt zu verschlingen, denn immer, wenn er erscheint, verschwinden die Kinder spurlos in ihm.
Milou will dem mysteriösen Geheimnis um den Nebel nachgehen und trifft im winterlichen Venedig auf Nìv, einem ganz und gar nicht normalen jungen Mann, der sich als ein sogenannter Rabenwandler herausstellt.
Nur mit seiner Hilfe kann Milou das Rätsel um die verschwundenen Kinder der Stadt lösen, nur mit seiner Hilfe kann sie sich dem Reich der Scherben stellen, einer geheimnisvollen, verborgenen Welt, die parallel neben Venedig existiert. Aber können die beiden das schaffen? Denn das Reich der Scherben birgt nicht nur viele Gefahren, sondern Finsternisse, die Milou immer mehr zu verführen scheinen...
Mit "Herz aus Nacht und Scherben" habe ich mein erstes Gesa Schwartz-Buch gelesen und wurde entführt in eine dunkle Welt voller Magie, zerbrochenen Träumen und unerfüllbaren Sehnsüchten.
Milou ist eine Heldin, die eigentlich keine sein will, weil sie doch viel lieber bei den Abenteuern der vielen Figuren in ihren Büchern dabei sein will, die sie so liebt. Es brauchte zwar etwas Zeit, bis sie einsah, dass sie nun selbst alle Fäden in der Hand hält und von der stummen Beobachterin in ihren Büchern nun zur einzigen Hoffnung dieser geheimnisvollen magischen Welt wurde, in der sie plötzlich, und ohne jede Vorwarnung, hineingestolpert ist. Und genau diesen Zwiespalt hat die Autorin wahnsinnig gut beschrieben. Selbst ich habe fast die Überforderung und die ungeheure Verantwortung, mit der Milou konfrontiert wurde, gespürt. Auch gefallen hat mir, dass sie nicht eine typische 08/15 Heldin gewesen ist, sondern, gerade durch ihre Bücher, eine Träumerin und das ihre größte Waffe ist.
Und dann ist da noch Nìv, der fast über das gesamte Buch sich selbst völlig verschlossen hielt. Ich konnte nie vorausahnen, was er als Nächstes sagen oder tun würde. Nur sein unbändiger Wille Milou zu beschützen, schimmerte durch jede Seite hindurch.
Die restlichen Figuren in "Herz aus Nacht und Scherben", die sogenannten 'Nebenfiguren' sind dieser Bezeichnung absolut nicht würdig, denn sie bringen genau das richtige Maß an Humor, Wärme, Freundschaft, Feindschaft, Drama und Liebe in die Handlung, die es ebenfalls in sich hat.
Gesa Schwartz hat ein düsteres, geheimnisvolles und magisches zweites Venedig erschaffen, das ebenso eine tragische Hauptgeschichte, wie viele kleine Nebenhandlungen beinhaltet, die aber erklären, warum das Reich der Scherben zu dem wurde, was es heute ist.
Nív und Milou wagen die gefährliche und abenteuerliche Reise, um das Reich zu befreien und zu alter Magie zurückzufinden. Ihnen folgen Riesen, Krieger, magische Tiere, einfach alles, was eine richtig gelungene Fantasy-Geschichte ausmacht. Denn das ist "Herz aus Nacht und Scherben" zweifelsohne geworden. Ein tolles Fantasy-Spektakel, das ich aber auch als sehr anspruchsvoll empfunden habe. Milous und Nìvs Geschichte ist nämlich kein Buch, das man mal eben so nebenbei lesen kann. Die vielschichtige Handlung und auch die Personen regen zum Nachdenken über das eben Gelesene an.
Wenn man sich allerdings drauf einlässt, wird man mehr als belohnt. Als absolute Buchliebhaberin haben mir auch die vielen Zitate um die besondere Magie der Bücher und des Lesens gefallen, gerade auch deswegen, weil sich dieses Thema durch das gesamte Buch zieht.
Mein erstes und wirklich gelungenes Buch also von Gesa Schwartz und es werden sicherlich noch weitere folgen.
Montag, 10. Oktober 2016
Lesemonat September
Herzlich Willkommen zu meinem etwas verspäteten Lesemonat September!
Im vergangenen Monat habe ich neun Bücher gelesen, wovon eines ein Ebook gewesen ist. Insgesamt komme ich auf 3660 Seiten.
Das waren die Fakten und nun wird es etwas genauer, los geht's!
Das erste Buch, das ich im September gelesen habe, war das lang erwartete zweite Buch einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen, Melanie Raabe. Ihr erstes Buch "Die Falle" gehört zu den besten Thrillern, die ich jemals gelesen habe und von daher war ich sehr gespannt, wie mir das zweite "Die Wahrheit" gefallen würde. Melanie Raabe hat einen unglaublich tollen und unverwechselbaren Schreibstil, mit dem sie ihre Leser sehr gerne auf die falsche Fährte lockt. So glaubt man in ihren Büchern eigentlich immer den Schuldigen zu kennen, wird im Laufe der Geschichte aber immer misstrauischer gemacht, um am Ende überhaupt nicht mehr zu wissen, wem man von den Figuren jetzt noch trauen kann. Und das wurde in "Die Wahrheit" wieder einmal hervorragend umgesetzt. Die Handlung, die Schauplätze, die Figuren, alles spielt zusammen in dieser Geschichte und auch das Ende hat mich dann noch sehr überrascht. Für alle Thriller-Fans und die, die es noch werden wollen, für die habe ich auch noch eine Rezension zu diesem Buch geschrieben.
Kommen wir nun zu einem Buch, das ich aufgrund einer Bloggeraktion vom Loewe Verlag sogar vorab lesen durfte. "Demon Road - Hölle und Highway" ist der lang erwartete Auftakt zur neuen Reihe von 'Skulduggery Pleasant'-Autor Derek Landy und der Klappentext versprach einen rasanten Roadtrip mit jeder Menge schräger Typen, einer mutigen Heldin aber auch gefährlichen Monstern und Dämonen und das konnte die Geschichte schlussendlich auch einhalten. Zwischendurch hatte ich immer wieder das Gefühl mitten in ein Quentin Tarantino Film gefallen zu sein, wegen der coolen Dialoge aber auch eben wegen den besonderen Figuren. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf die Nachfolger, die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassen werden. Wer noch zweifelt, ob dieser höllische Roadtrip auch wirklich was für ihn ist, habe ich auch zu diesem Buch eine Rezension geschrieben.
Das nächste Buch aus dem Monat September kommt von Megan Shepherd und ist ebenfalls der Auftakt einer neuen und vor allem vielversprechenden Trilogie. Trotzdem hat sich "The Cage-Entführt" im Vorfeld wie ein weiterer typischer dystopischer Jugendroman angehört. Ein paar Kids, die entführt werden und an einen ihnen völlig unbekannten Ort aufwachen, das kannte man irgendwie schon. Aber weit gefehlt! Mit einer völlig überraschenden Wendung in der Handlung, wird der Auftakt der 'The Cage' Trilogie plötzlich zu einem spannenden Science-Fiction Thriller mit einer unglaublich tollen und frischen Idee. Nach dieser Wendung konnte ich das Buch auch fast gar nicht mehr aus der Hand legen und war sehr gespannt, wie es weiter ging. Das Ende macht dann sehr viel Lust auf die beiden Nachfolger. Und auch wer hier noch nicht ganz überzeugt wurde: Auch zu diesem Buch habe ich eine Rezension geschrieben. Ich war offensichtlich sehr fleißig vergangenen Monat :)
Weiter ging es mit dem einzigen Ebook des Lesemonats. "Beauty Hawk" von Andreas Dutter hat mich fast schon verfolgt. Egal, ob bei Facebook oder bei Instagram, überall habe ich dieses Buch gesehen und wurde folglich immer neugieriger auf die Geschichte. Und obwohl ich diesen Beauty-YouTubern mehr als skeptisch gegenüberstehe, mochte ich die Geschichte. Die Protagonistin war zwar an vielen Stellen etwas anstrengend aber ich mochte die Idee und insgesamt hat es mich zwar nicht umgehauen aber konnte mich dennoch gut unterhalten. Der Schreibstil war sehr angenehm und gut zu lesen, insgesamt eine gute Geschichte für zwischendurch.
Kommen wir nun zu meinem ersten Monatshighlight. Es wird also noch eins geben. Ich freue mich schon auf meine Jahreshighlights, ich werde mich niemals zwischen den vielen tollen Büchern, die ich gelesen habe, entscheiden können. Eines davon ist aber auf jeden Fall "George" von Alex Gino. "George" ist ein kleines Buch mit zwar verhältnismäßig wenigen Seiten, das aber eine großartige und vor allem sehr, sehr wichtige Geschichte enthält. "Sei, wer du bist", ein Motto, das sich durch das gesamte Buch zieht. George ist zehn Jahre und fühlt sich als Mädchen. Sie versteckt heimlich Mädchenzeitschriften in ihrem Schrank und wünscht sich nichts sehnlicher, als ihr Geheimnis verraten zu dürfen. Doch sie hat Angst, wie ihr Umfeld und vor allem ihre Familie auf diese Nachricht reagieren werden. Doch dann erhält George die Chance in einem Theaterstück die Hauptrolle spielen zu dürfen, die weibliche Hauptrolle... Manche Bücher machen dich besser, dieses Buch gehört dazu! Unbedingt lesen!
Das nächste Buch gehört wieder zu einer Reihe, die sich langsam aber sicher zu einer meiner Lieblingsreihen entwickelt. "Kriegerin im Schatten" ist der zweite Teil der 'Throne of Glass' Serie von Sarah J. Maas und wie schon im ersten Teil konnte ich dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen. Besser kann man High-Fantasy wirklich nicht schreiben. Mehr als beeindruckende Schauplätze, Figuren, die einen so sehr ans Herz wachsen, das man schon einmal eine Träne verdrückt, wenn etwas völlig Unerwartetes passiert und eine Handlung, die einen fast nicht mehr zu Atem kommen lässt. Ich liebe wirklich alles an dieser Geschichte und habe nun extra bis in den Oktober hinein gewartet, bis ich den dritten Teil beginne, damit ich nicht mehr so lange auf den vierten Teil warten muss, der in Deutschland am 11. November erscheint.
Weiter ging es im September mit einem Buch, das mich am Ende dann doch etwas enttäuscht hat. Vielleicht lag es auch daran, dass ich einfach viel zu viel von "Plötzlich Banshee" von Nina MacKay erwartet habe, da man es ja irgendwann überall sah. Aber nach dem viel versprechenden Klappentext konnte mich das Buch dann leider doch nicht überzeugen. Die Handlung war, für meinen Geschmack, viel zu überladen und auch die Protagonistin wirkte einfach nicht authentisch. Sie versuchte viel zu sehr lustig zu sein und wurde dann doch eher unglaubwürdig als alles andere. Die gesamte Geschichte war, meiner Meinung nach, zu sehr gewollt aber nicht gekonnt. Sehr schade aber immer noch nur meine individuelle Meinung. Ich habe auch sehr viele positive Stimmen zu dem Buch gehört.
Das nächste Buch aus dem Monat September kam von Ulla Scheler und hieß "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen". Auch hier hat mich der Klappentext magisch angezogen. Das Buch wirkte geheimnisvoll und deswegen musste ich es unbedingt lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte von Ben un Hanna wird ruhig erzählt, ist aber dennoch stürmisch. Es ist eine Geschichte von Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe. Was mir besonders gut gefallen hat ist der Hauch Mystik, der die Handlung durchzogen hat und auch der besondere Schreibstil der noch jungen Autorin, die mit "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" ihren Debütroman vorgelegt hat. Das Buch enthält schon fast eine poetische Sprache, die mich wirklich in den Bann zog. Wer nun neugierig geworden ist, aber noch nicht ganz sicher, auch hier habe ich eine Rezension geschrieben.
Als letztes möchte ich euch mein zweites Monatshighlight vorstellen. Es geht um "Alles, was ich sehe" von Marci Lyn Curtis aus dem Königskinder Verlag (Carlsen). "Alles, was ich sehe" ist durch und durch besonders, auf jeder einzelnen Seite. Schon von Beginn an hatte ich dieses Gefühl, das man nur hat, wenn man ein besonderes Buch in den Händen hält und das lag vor allem an den Figuren der Geschichte. Eigentlich kann und darf man niemanden hervorheben aber ich muss. Ich habe noch nie jemanden wie Ben kennen lernen dürfen. Ben ist so wundervoll, das sogar mir die Worte fehlen. Ben ist mutig, Ben ist witzig, Ben trägt dieses Buch durch die gesamte Handlung. Aber ich wollte ja niemanden hervorheben :)
Ihr müsst "Alles, was ich sehe" nicht lesen aber wenn ihr es doch tut, kann es sein, dass dieses Buch und vor allem dieser kleine Junge eure Welt ein bisschen besser macht, sei es auch nur für einen kurzen Moment. Auch hierzu gibt es eine Rezension oder besser gesagt eine Lobeshyme.
So, das war er auch schon wieder. Mein Lesemonat September. Vielleicht war ja das ein oder andere Buch für eure Wunschliste dabei oder ihr habt selber schon etwas davon gelesen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.
Lisa.
Im vergangenen Monat habe ich neun Bücher gelesen, wovon eines ein Ebook gewesen ist. Insgesamt komme ich auf 3660 Seiten.
Das waren die Fakten und nun wird es etwas genauer, los geht's!
Das erste Buch, das ich im September gelesen habe, war das lang erwartete zweite Buch einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen, Melanie Raabe. Ihr erstes Buch "Die Falle" gehört zu den besten Thrillern, die ich jemals gelesen habe und von daher war ich sehr gespannt, wie mir das zweite "Die Wahrheit" gefallen würde. Melanie Raabe hat einen unglaublich tollen und unverwechselbaren Schreibstil, mit dem sie ihre Leser sehr gerne auf die falsche Fährte lockt. So glaubt man in ihren Büchern eigentlich immer den Schuldigen zu kennen, wird im Laufe der Geschichte aber immer misstrauischer gemacht, um am Ende überhaupt nicht mehr zu wissen, wem man von den Figuren jetzt noch trauen kann. Und das wurde in "Die Wahrheit" wieder einmal hervorragend umgesetzt. Die Handlung, die Schauplätze, die Figuren, alles spielt zusammen in dieser Geschichte und auch das Ende hat mich dann noch sehr überrascht. Für alle Thriller-Fans und die, die es noch werden wollen, für die habe ich auch noch eine Rezension zu diesem Buch geschrieben.
Kommen wir nun zu einem Buch, das ich aufgrund einer Bloggeraktion vom Loewe Verlag sogar vorab lesen durfte. "Demon Road - Hölle und Highway" ist der lang erwartete Auftakt zur neuen Reihe von 'Skulduggery Pleasant'-Autor Derek Landy und der Klappentext versprach einen rasanten Roadtrip mit jeder Menge schräger Typen, einer mutigen Heldin aber auch gefährlichen Monstern und Dämonen und das konnte die Geschichte schlussendlich auch einhalten. Zwischendurch hatte ich immer wieder das Gefühl mitten in ein Quentin Tarantino Film gefallen zu sein, wegen der coolen Dialoge aber auch eben wegen den besonderen Figuren. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf die Nachfolger, die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassen werden. Wer noch zweifelt, ob dieser höllische Roadtrip auch wirklich was für ihn ist, habe ich auch zu diesem Buch eine Rezension geschrieben.
Das nächste Buch aus dem Monat September kommt von Megan Shepherd und ist ebenfalls der Auftakt einer neuen und vor allem vielversprechenden Trilogie. Trotzdem hat sich "The Cage-Entführt" im Vorfeld wie ein weiterer typischer dystopischer Jugendroman angehört. Ein paar Kids, die entführt werden und an einen ihnen völlig unbekannten Ort aufwachen, das kannte man irgendwie schon. Aber weit gefehlt! Mit einer völlig überraschenden Wendung in der Handlung, wird der Auftakt der 'The Cage' Trilogie plötzlich zu einem spannenden Science-Fiction Thriller mit einer unglaublich tollen und frischen Idee. Nach dieser Wendung konnte ich das Buch auch fast gar nicht mehr aus der Hand legen und war sehr gespannt, wie es weiter ging. Das Ende macht dann sehr viel Lust auf die beiden Nachfolger. Und auch wer hier noch nicht ganz überzeugt wurde: Auch zu diesem Buch habe ich eine Rezension geschrieben. Ich war offensichtlich sehr fleißig vergangenen Monat :)
Weiter ging es mit dem einzigen Ebook des Lesemonats. "Beauty Hawk" von Andreas Dutter hat mich fast schon verfolgt. Egal, ob bei Facebook oder bei Instagram, überall habe ich dieses Buch gesehen und wurde folglich immer neugieriger auf die Geschichte. Und obwohl ich diesen Beauty-YouTubern mehr als skeptisch gegenüberstehe, mochte ich die Geschichte. Die Protagonistin war zwar an vielen Stellen etwas anstrengend aber ich mochte die Idee und insgesamt hat es mich zwar nicht umgehauen aber konnte mich dennoch gut unterhalten. Der Schreibstil war sehr angenehm und gut zu lesen, insgesamt eine gute Geschichte für zwischendurch.
Kommen wir nun zu meinem ersten Monatshighlight. Es wird also noch eins geben. Ich freue mich schon auf meine Jahreshighlights, ich werde mich niemals zwischen den vielen tollen Büchern, die ich gelesen habe, entscheiden können. Eines davon ist aber auf jeden Fall "George" von Alex Gino. "George" ist ein kleines Buch mit zwar verhältnismäßig wenigen Seiten, das aber eine großartige und vor allem sehr, sehr wichtige Geschichte enthält. "Sei, wer du bist", ein Motto, das sich durch das gesamte Buch zieht. George ist zehn Jahre und fühlt sich als Mädchen. Sie versteckt heimlich Mädchenzeitschriften in ihrem Schrank und wünscht sich nichts sehnlicher, als ihr Geheimnis verraten zu dürfen. Doch sie hat Angst, wie ihr Umfeld und vor allem ihre Familie auf diese Nachricht reagieren werden. Doch dann erhält George die Chance in einem Theaterstück die Hauptrolle spielen zu dürfen, die weibliche Hauptrolle... Manche Bücher machen dich besser, dieses Buch gehört dazu! Unbedingt lesen!
Das nächste Buch gehört wieder zu einer Reihe, die sich langsam aber sicher zu einer meiner Lieblingsreihen entwickelt. "Kriegerin im Schatten" ist der zweite Teil der 'Throne of Glass' Serie von Sarah J. Maas und wie schon im ersten Teil konnte ich dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen. Besser kann man High-Fantasy wirklich nicht schreiben. Mehr als beeindruckende Schauplätze, Figuren, die einen so sehr ans Herz wachsen, das man schon einmal eine Träne verdrückt, wenn etwas völlig Unerwartetes passiert und eine Handlung, die einen fast nicht mehr zu Atem kommen lässt. Ich liebe wirklich alles an dieser Geschichte und habe nun extra bis in den Oktober hinein gewartet, bis ich den dritten Teil beginne, damit ich nicht mehr so lange auf den vierten Teil warten muss, der in Deutschland am 11. November erscheint.
Weiter ging es im September mit einem Buch, das mich am Ende dann doch etwas enttäuscht hat. Vielleicht lag es auch daran, dass ich einfach viel zu viel von "Plötzlich Banshee" von Nina MacKay erwartet habe, da man es ja irgendwann überall sah. Aber nach dem viel versprechenden Klappentext konnte mich das Buch dann leider doch nicht überzeugen. Die Handlung war, für meinen Geschmack, viel zu überladen und auch die Protagonistin wirkte einfach nicht authentisch. Sie versuchte viel zu sehr lustig zu sein und wurde dann doch eher unglaubwürdig als alles andere. Die gesamte Geschichte war, meiner Meinung nach, zu sehr gewollt aber nicht gekonnt. Sehr schade aber immer noch nur meine individuelle Meinung. Ich habe auch sehr viele positive Stimmen zu dem Buch gehört.
Das nächste Buch aus dem Monat September kam von Ulla Scheler und hieß "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen". Auch hier hat mich der Klappentext magisch angezogen. Das Buch wirkte geheimnisvoll und deswegen musste ich es unbedingt lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte von Ben un Hanna wird ruhig erzählt, ist aber dennoch stürmisch. Es ist eine Geschichte von Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe. Was mir besonders gut gefallen hat ist der Hauch Mystik, der die Handlung durchzogen hat und auch der besondere Schreibstil der noch jungen Autorin, die mit "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" ihren Debütroman vorgelegt hat. Das Buch enthält schon fast eine poetische Sprache, die mich wirklich in den Bann zog. Wer nun neugierig geworden ist, aber noch nicht ganz sicher, auch hier habe ich eine Rezension geschrieben.
Als letztes möchte ich euch mein zweites Monatshighlight vorstellen. Es geht um "Alles, was ich sehe" von Marci Lyn Curtis aus dem Königskinder Verlag (Carlsen). "Alles, was ich sehe" ist durch und durch besonders, auf jeder einzelnen Seite. Schon von Beginn an hatte ich dieses Gefühl, das man nur hat, wenn man ein besonderes Buch in den Händen hält und das lag vor allem an den Figuren der Geschichte. Eigentlich kann und darf man niemanden hervorheben aber ich muss. Ich habe noch nie jemanden wie Ben kennen lernen dürfen. Ben ist so wundervoll, das sogar mir die Worte fehlen. Ben ist mutig, Ben ist witzig, Ben trägt dieses Buch durch die gesamte Handlung. Aber ich wollte ja niemanden hervorheben :)
Ihr müsst "Alles, was ich sehe" nicht lesen aber wenn ihr es doch tut, kann es sein, dass dieses Buch und vor allem dieser kleine Junge eure Welt ein bisschen besser macht, sei es auch nur für einen kurzen Moment. Auch hierzu gibt es eine Rezension oder besser gesagt eine Lobeshyme.
So, das war er auch schon wieder. Mein Lesemonat September. Vielleicht war ja das ein oder andere Buch für eure Wunschliste dabei oder ihr habt selber schon etwas davon gelesen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.
Lisa.
Dienstag, 4. Oktober 2016
Ava Reed - Mondprinzessin
Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 252
Erschienen: 30. September 2016
Preis: 12.00 Euro (Ebook: 3.99 Euro)
"Seit Anbeginn der Zeit waren Erde und Mond Freunde. Bis der Mond sich nach mehr sehnte, bis er sich Kinder schuf und formte - aus seinem Staub, aus seinem Herzen und aus den Sternen."
Lynn dachte immer, sie wäre eine ganz normale junge Frau. Jemand, dem das Leben zwar schon jetzt ziemlich übel mitgespielt hat, aber der dennoch klar kommt und es schafft immer wieder aufzustehen.
Doch dann änder sich an Lynns Geburtstag plötzlich alles. Auf der Haut ihres Unterarms zeichnet sich ein Sternbild ab. Die einzelnen Punkte beginnen zu leuchten und ehe sich Lynn versah ging dieses Leuchten auf ihren gesamten Körper über. Und von einem auf den anderen Moment war Lynn plötzlich auf der Flucht vor ihr völlig unbekannten Verfolgern, um dann in die Arme eines jungen Mannes, namens Juri, zu laufen.
Doch die seltsamen Ereignisse, die Lynns Leben komplett auf den Kopf stellen, haben gerade erst begonnen. Juri eröffnet der völlig perplexen Lynn, dass sie wahrhaftig etwas Besonderes ist und zwar die schon lange verschollene Mondprinzessin. Lynn erfährt, dass das Leben viel mehr für sie bereit hält, als sie angenommen hat, sowohl gute, als auch negative Dinge...
Wie man bereits in meinen letzten Rezensionen gemerkt haben dürfte, bin ich Fan von Ava Reed. Ich liebe ihren Schreibstil und die Tatsache, dass sie über wohl jedes Genre schreiben kann. Sowohl ihre Fantasy-Bücher (Spiegelsplitter und Spiegelstaub), als auch ihre tieftraurige Liebesgeschichte (For Good - Über die Liebe und das Leben) habe ich in mein Herz geschlossen.
Aber ich muss an dieser Stelle sagen, dass Ava Reed mit der Mondprinzessin mein absolutes Lieblingsbuch von ihr zur Papier gebracht hat.
Es war, als hätte sich irgendwo ein Loch aufgetan und ich wäre in die Geschichte hineingefallen und die Figuren hätten gesagt: "Ach, da bist du ja wieder! Wo warst du bloß so lange?". Es ist wirklich etwas Besonderes, wenn es eine Autorin schafft Charaktere zu erschaffen, mit denen man sich so identifizieren kann, dass man das Gefühl bekommt, man würde sie schon ewig kennen. Obwohl Lynn doch eigentlich ganz anders ist. Ich könnte nie so stark sein wie sie und das Gefühl der Einsamkeit immer wieder verdrängen, in der Hoffnung, dass irgendwo etwas Besseres wartet. Aber ich konnte mich selbst in ihren Handlungen und Gedanken wiedererkennen und das war wohl auch der Grund, warum ich sie von ihren ersten Auftreten in der Geschichte ins Herz geschlossen habe.
Und dann ist da auch noch Juri. Juri, der große und gutaussehende Held, der Lynn im letzten Moment rettet und ihr das unglaubliche Geheimnis ihrer Vergangenheit enthüllt. Juri, der immer nur für das Gute kämpft, der weiß, was er für eine Rolle in Lynns Leben einnimmt, aber sich dennoch nicht gegen seine Gefühle für sie wehren kann.
Denn genau das ist ein weiterer besonderer Punkt in diesem Buch: Die Liebesgeschichte zwischen Juri und Lynn. Eine Liebesgeschichte, die nicht sein darf aber gegen die sich dennoch keiner wehren kann, sowohl der Leser nicht, als auch die beiden selbst nicht. Nun sagt ihr: 'Verbotene Liebesgeschichten? Die gibt es doch in vielen Büchern!' Aber Juris und Lynns ist trotzdem etwas ganz Besonderes, einfach, weil die beiden selbst einmalig sind. Weil sie aus der Zeit, die ihnen zur Verfügung steht, das Beste machen. Weil man einfach die ganze Zeit hofft, dass hinter der nächsten Ecke doch noch ein Happy End für die beiden herumliegt.
Wundervolle Charaktere, die man sofort in sein Herz schließt, das ist euch noch nicht besonders genug? Na gut, Ava Reed legt natürlich noch einen drauf. Jeder, der ihre Spiegel-Saga gelesen hat, hat sich natürlich in Kohana, den sprechenden Fuchs, verliebt. Das ging überhaupt nicht anders. Und auch in der Mondprinzessin spielt ein sprechendes Tier eine wichtige Rolle.
Tia ist ein Waschbär.
Tia ist witzig.
Tia ist klug.
Tia ist wundervoll.
Ihr müsst Tia kennen lernen!
Kohana wird zweifellos einen Platz in euren Herzen für den wohl besten Waschbären der Welt frei machen.
Was soll ich noch sagen?
Auch die Handlung wird euch nicht zur Ruhe kommen lassen. Ava Reed vermischt unsere alltägliche Welt mit einer geheimnisvollen und fantastischen Welt, die ich so detailliert vor meinem Auge gesehen habe, dass ich unmöglich nur im Geiste dabei gewesen sein kann. Ich war beim Training mit Juri und Lynn dabei und habe über Tias Witze gelacht, auch wenn ich keine Ahnung hatte, was an der nächsten Ecke auf mich wartet. In keinem anderen Ava Reed Buch zuvor war die Handlung so unvorhersehbar, wie in der Mondprinzessin. Zum Glück gab es Tia, die mich an die Hand nahm, um immer wieder den nächsten Schritt zu gehen. Und, um auf meinen ersten Satz, bezüglich der Handlung, zurückzukommen: Sie wird euch nicht nur nicht zur Ruhe kommen lassen, sondern euch möglicherweise auch das Herz brechen. Aber keine Sorge, irgendwann wird es wieder besser werden und ihr werdet verstehen, dass es nicht anders ging.
Die Mondprinzessin von Ava Reed ist besonders auf jeder einzelnen Seite. Sie wird euch Gänsehaut bereiten, zum Lachen bringen, zum Weinen und zum Hoffen. Es ist eine fantastische Reise, die ich nicht so schnell vergessen werde und ich kann nur hoffen, dass sich möglichst viele auf diese Reise begeben.
Diese Welt und diese Figuren sollten nämlich so viele Zuschauer wie möglich haben.
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