Freitag, 19. August 2016

Derek Landys neuester Streich!

Liebe Freunde,
schon seit ewigen Zeiten freue ich mich auf den Auftakt der neuen Reihe von 'Skulduggery Pleasant' Autor Derek Landy. 
Jetzt gibt es einen mehr als vielversprechenden Trailer zu genau diesem Buch, den ich euch unbedingt zeigen muss.
Ich freue mich riesig auf das Buch! 
Alle weiteren Infos erhaltet ihr unter:
www.demonroad.de


Montag, 15. August 2016

Peter Freund - Battle Island





Verlag: cbj
Seiten: 543
Erschienen: 25. Juli 2016
Preis: 14.99 Euro (Ebook: 11.99 Euro)








Durch einen scheinbar beruflichen Zufall erhält Louisa die Chance bei den Castings zu einer brandneuen TV-Show, namens "Battle Island", mitzumachen. Der sagenhafte Preis? Eine Millionen Euro aus purem Gold, versteckt auf einer, von der Außenwelt abgeschnittenen, Insel im Atlantik.
Als Louisa dann tatsächlich die Castings erfolgreich abschließt, kann sie ihr Glück gar nicht fassen. Mit dem möglichen Geldgewinn könnte sie die Therapie für ihre schwerkranke Mutter bezahlen und diese somit vor dem sicheren Tod retten.
Angekommen auf der Insel, bemerkt Louisa aber ziemlich schnell, dass dieses Vorhaben wohl nicht so einfach in die Tat umzusetzen wird. Denn nicht nur die anderen neun Kandidaten sind logischerweise genauso hinter dem Preisgeld her, wie Louisa. Nein, bald schon wird ihr klar, dass sich seltsame Vorgänge auf Battle Island abspielen. Sie muss einsehen, dass nicht nur die Rettung ihrer Mutter auf dem Spiel steht, sondern sogar ihr eigenes Leben, denn aus der ursprünglich geplanten Unterhaltungsshow wird bald schon brutaler Ernst...

Auf das Buch "Battle Island" von Peter Freund habe ich mich schon lange vor Veröffentlichung sehr gefreut. Der Klappentext versprach spannende und actionreiche Unterhaltung vor einer traumhaften Kulisse. Nach der Lektüre muss ich aber leider sagen, dass "Battle Island" seinen Erwartungen nicht gerecht werden konnte. 
Aber der Reihe nach:
Im Prinzip mag ich es, wenn Geschichten keinen obligatorisch geraden zeitlichen Erzählstrang haben. Wenn man daraus ein cleveres Erzählgerüst baut, erhält der Leser nötige Informationen, beispielsweise aus der Vergangenheit, genau zum richtigen Zeitpunkt und genau das trägt dann zum besseren Verständnis des Handlungsstrangs bei. Das Erzählgerüst in "Battle Island" war allerdings so wirr konstruiert, das es an vielen Stellen einfach zusammenbrach und ich somit den Faden verloren habe. Auch der Handlungsstrang selbst konnte die gute Voridee im Klappentext nicht verwirklichen. Viel zu oft verlor sich der Autor in Nebengeschichten, die die Lektüre des Buches oft sehr mühsam machten. Und auch die schlussendliche Auflösung konnte mich nicht überzeugen. 
Der zweite leider negative Punkt ist bei den Charakteren anzusiedeln. Für mich waren sie einfach viel zu klischeehaft. Die Rollen, die die Kandidaten auf der Insel einnahmen, wirkten wie gewollt aber nicht gekonnt. Und so wurde das Ganze unecht. 
Der traumhaften Kulisse wurde "Battle Island" allerdings gerecht. Obwohl das Ganze als Abenteuer gedacht war, konnte es zwischendurch das ein oder andere Mal ein Urlaubsgefühl hervorbringen. 
Was ich ebenfalls positiv hervorheben möchte, ist die klare Gesellschaftskritik, die hinter "Battle Island" steckt. Die Geschichte spielt zwar im Jahr 2022 aber das TV-Format und das gesamte Imperium, das dahinter steht, ist auch heutzutage präsent und genauso kritisch anzusehen. 
Wirklich schade finde ich allerdings, dass die Geschichte mit der guten Ausgangsidee und der berechtigten Gesellschaftskritik nicht mithalten konnte. 

Donnerstag, 4. August 2016

Lesemonat Juli

Hallo und Herzlich Willkommen zu meinem Lesemonat Juli. Und soll ich euch mal etwas sagen? Es war bisher mein lesereichster Monat! Ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte. Ich war zwar knapp eine Woche in Hamburg und konnte dort viel lesen aber das erklärt wohl nur halbwegs die ganzen 14 Bücher, von denen drei Ebooks gewesen sind. Insgesamt kam ich dabei auf 5419 Seiten.
Das ist ja eine ganze Menge! Dann ist es wohl besser direkt anzufangen. 
Alle bereit?
Okay! 
Los geht's! 
Das erste Buch diesen Monat war die Fortsetzung einer Trilogie, die mich schon im ersten Teil nicht nur überraschen, sondern schlichtweg begeistern konnte. Die OPUS-Trilogie von Senta Berger ist eine Mischung aus Dystopie, Liebesgeschichte und Zukunftsroman. Und tatsächlich konnte der zweite Teil den ersten Teil noch einmal toppen. Voller unerwarteter Wendungen und actionreicher Spannung kommt der Leser nicht einmal zum Luft holen und auch der Cliffhanger am Schluss des zweiten Teils, hatte es noch einmal in sich. Ich hatte sogar das Glück die Fortsetzung im Rahmen einer kleinen Leserunde auf Facebook vorab lesen zu dürfen und kann die OPUS-Trilogie nur jedem empfehlen. Wer immer noch nicht überzeugt ist, der kann sich auch gerne meine Rezensionen zu beiden Teilen durchlesen, die hier auf dem Blog zu finden sind. Aber glaubt mir, ihr werdet es nicht bereuen! Eine wirklich tolle Geschichte!
Weiter ging es im Juli mit noch einer Fortsetzung. "Der wispernde Schädel" ist der zweite Teil der 'Lockwood & Co.' Reihe von Jonathen Stroud und erzählt die Geschichte einer Geisteragentur, die sich dem Kampf gegen böse Geister in London verschrieben hat. Man könnte sogar die bereits drei erschienenen Teile der Reihe unabhängig voneinander lesen aber ich empfehle schon in der richtigen Reihenfolge zu bleiben. Bereits das erste Buch konnte mich begeistern, das Trio der Geisteragentur 'Lockwood & Co.' war mir sofort sympathisch. Und im zweiten Teil habe ich sie sogar noch ein bisschen mehr in mein Herz geschlossen, ganz besonders Lucy. Aus ihrer Sicht ist nämlich die Geschichte erzählt. Von ihrem Witz, ihrem Mut und ihrer Tapferkeit erinnerten mich die drei auch häufiger an ein weiteres und ziemlich berühmtes Trio: Harry, Ron und Hermine. Auf jeden Fall hat 'Lockwood & Co.' alles was eine gute Geschichte ausmacht: Spannung, Witz und genau die richtige Portion Grusel. Sehr lesenswert, ich bin schon gespannt, was mich im dritten Teil erwarten wird. 
Weiter ging es mit was? Genau! Einer weiteren Fortsetzung. Einer weiteren Fortsetzung, an der ich ehrlich gesagt bei ihrer Veröffentlichung gar nicht wirklich interessiert gewesen bin. "Ein ganz neues Leben" von Jojo Moyes ist der auch von der Autorin selbst nicht wirklich geplante zweite Teil nach "Ein ganzes halbes Jahr", das sich bekanntlich wochenlang in den Bestseller-Listen gehalten hat und aktuell dort wieder zu finden ist. Das liegt wohl vor allem an dem Kinostart der gleichnamigen Verfilmung, die Ende Juni in den deutschen Kinos gekommen ist. Und genau dieser Film ist auch der Grund, warum ich dann schlussendlich doch die Fortsetzung gelesen habe, da man sie schon fast lesen muss, wenn man sich den Film angesehen hat. Emilia Clarke, bekannt aus der Serie 'Game of Thrones', verkörpert die weibliche Hauptrolle in "Ein ganzes halbes Jahr" auf so charmante Art und Weise, das ich unbedingt wissen musste, wie es mit genau dieser Hauptfigur weiter geht. "Ein ganz neues Leben" kommt zwar nicht ganz an den Vorgänger dran, ist aber trotzdem eine tolle Geschichte geworden. 
Kommen wir nun zu einem neuen Highlight von mir. Ebenfalls im Juli habe ich nämlich den ersten Teil der 'Starbound'-Trilogie "These Broken Stars - Lilac und Tarver" von Amie Kaufman und Megan Spooner gelesen und zwar ganz ohne Erwartungen, weil ich im Vorfeld überhaupt nicht wusste, was mich erwarten würde. Und ich wurde überrascht, wenn nicht sogar total überrumpelt. "These Broken Stars" ist eine Liebesgeschichte, natürlich aber besticht vor allem durch eine tolle Handlungsidee, die mich förmlich am Buch kleben ließ. Somit war nicht nur Liebe das Thema, sondern auch Science-Fiction, Dystopie, Fantasy, Mystery und auch viel Abenteuer. Lilac und Tarver waren mir sofort sympathisch, sogar die etwas verwöhnte Lilac und ich war gespannt, was die beiden wohl alles erleben werden. Mindestens genauso gespannt bin ich auf die Fortsetzung der Reihe. Mal sehen, wie es weiter geht.
"Eine ganz tolle Geschichte! Ist bestimmt auch was für dich, ich leih es dir aus!", das waren die Worte meiner Freundin aus Hamburg, der ich diese wunderschöne Geschichte verdanke. Ja, "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera war ganz gewiss etwas für mich. Schon zu Beginn konnte mich allein der Titel dieses Buches begeistern und schnell merkte ich, dass der Titel die gesamte Handlung durchzieht. Milan Kunderas zwar schon älteres aber berühmtestes Buch ist eine tieftraurige aber auch schöne Liebesgeschichte voller philosophischer Elemente, die mich auf jeder Seite begeistern konnte. Ich habe beim Lesen gar nicht bemerkt, wie die Zeit verflogen ist, ich war einfach zu sehr in der Handlung gefangen. Und das ist schon eine große Tat, da das ja eigentlich gar nicht mein Genre ist. Wirklich sehr lesens- und empfehlenswert, genauso wie die gleichnamige Verfilmung, die ich ganz zufällig nach meiner Rückkehr aus Hamburg auf Arte gesehen habe. 
Und da ist er auch schon wieder, der fast schon obligatorische Teil der "Das Lied von Eis und Feuer"-Reihe, besser bekannt als 'Game of Thrones',von George R. R. Martin. Im Juli habe ich bereits schon den achten Band der Reihe "Die dunkle Königin" gelesen und muss leider sagen, dass nach sieben Vorgängern, es das erste Mal gewesen ist, dass sich die Handlung doch etwas gezogen hat. Das sah man schon daran, dass ich ganze zehn Tage für dieses Buch gebraucht habe und auch immer wieder zwischendurch etwas anderes gelesen habe, was mich in dem Moment mehr begeistern konnte. Ich glaube, es hat daran gelegen, dass es nun schon zum zweiten Mal um die eigentlichen Nebenfiguren aus Westeros in der Geschichte ging. Das war zwar an vielen Stellen auch sehr interessant aber ich habe oft gemerkt, dass ich einfach nur zum Ende kommen wollte. Aber ich bin guter Dinge für die letzten beiden noch veröffentlichen Bände, in denen es wieder um die Hauptcharaktere gehen wird. 
Und dann habe ich im Juli noch eine weitere Trilogie begonnen, die sich schon seit einiger Zeit in meinem Besitz befindet und nun endlich vom Stapel ungelesener Bücher befreit werden wollte. "Goldene Flammen" ist der erste Band der 'Grischa'-Trilogie von Leigh Bardugo und war wirklich durchaus interessant. Vor allem hat mich die Welt beeindruckt, die die Autorin hier geschaffen hat. Detailreich und intensiv bildete sie das perfekte Ausgangsszenario für die Geschichte um die Protagonistin Alina, die eigentlich eine gewöhnliche Kartografin in der Armee ist und durch purem Zufall in den Mittelpunkt gedrängt wird, um eine besondere Aufgabe zu erfüllen. "Goldene Flammen" ist düster, voller Fantasy, Spannung und Action und beinhaltet ebenfalls eine Liebesgeschichte, die das Ganze noch einmal schön abrundet. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht und bin froh die beiden Nachfolger schon im Buchregal stehen zu haben.
Und auch ein Thriller war in meinem Lesemonat Juli dabei, dieses Mal ein Rezensionsexemplar, das ich zur Verfügung gestellt bekommen habe. Es geht um das Buch "Leons Erbe" von Michael Theißen. Ein Psychothriller, der zwar kurzweilig war aber dennoch nicht minder spannend. Ich finde es super, wenn die Handlung immer mehr mysteriöse Elemente bekommt, so dass man, als Leser, überhaupt nicht mehr weiß, in welche Richtung die schlussendliche Auflösung nun führen könnte und genau das ist bei "Leons Erbe" der Fall. Die Auflösung hätte ich nicht so erwartet und das macht, meiner Meinung nach, einen guten Psychothriller aus. Ebenfalls kommt "Leons Erbe" fast ganz ohne blutige Szenen aus und ist insgesamt eine ziemlich gute Geschichte geworden. Wer noch etwas mehr überzeugt werden will, gibt es zu diesem Buch folglich noch eine Rezension zu lesen. 
Auch ein englischsprachiges Buch war in diesem Monat dabei. Da ich "Stepbrother dearest" von Penelope Ward irgendwie in keiner Buchhandlung auf Deutsch bekommen habe, habe ich es mir spontan in Englisch auf den Reader geladen und ja, es war wieder ein Young-Adult Roman. Wer die letzten Lesemonate verfolgt hat, kann wohl möglich erahnen, dass ich diesem Genre meistens immer etwas skeptisch gegenüber stehe, weil mir die Handlungen und die Figuren in den meisten Fällen immer zu klischeehaft sind. Aber ich bin überrascht worden. "Stepbrother dearest" ist mit einer tollen Handlung, die dazu geführt hat, das mein Reader quasi an meiner Hand festklebte und so gar nicht klischeehaften Figuren ein wirklich gutes Buch geworden. Leichte Unterhaltung für zwischendurch, die man schnell wegliest, weil man unbedingt wissen will, wie es ausgeht, eben alles, was ein guter Young-Adult Roman ausmacht. Und es sollte nicht der letzte im Juli bleiben...


Weiter ging es im vergangenen Monat aber erst einmal mit einer ganz besonderen Reise. Ich habe mich aufgemacht nach Night Vale, im Gepäck hatte ich den Roman "Willkommen in Night Vale", nach dem gleichnamigen Podcast von Joseph Fink und Jeffrey Cranor. Und ich kann euch eines sagen: Night Vale ist ein ganz schön verrücktes Städtchen aber durchaus mit Charme. Viele waren von dem Schreibstil der beiden Autoren irritiert und ich muss ehrlich zugeben, er ist auch etwas gewöhnungsbedürftig aber wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, dann kann man den Aufenthalt in der Stadt durchaus genießen und es gibt auch so einiges und vor allem mysteriöses zu entdecken. Da wird euch ganz sicher nicht langweilig werden! Es sei denn, ihr traut euch nicht?! Es heißt nämlich, dass viele Menschen, die Night Vale einen Besuch abgestattet haben, nicht mehr wiedergesehen wurden...
Puh, könnt ihr noch? So viele Bücher :) Okay, weiter geht es im Juli mit einem weiteren Rezensionsexemplar, dieses Mal aus dem Hause DVA. "I saw a man" von Owen Sheers hat mich vor allem durch seinen doch etwas kryptischen aber wahrscheinlich genau deswegen so vielversprechenden Klappentext neugierig gemacht. Ein Mann, der durch eine offene Hintertür, das scheinbar leere Haus seiner Nachbarn betritt, weil er ein komisches Gefühl hat. Ganz besonders gefallen an Owen Sheers Geschichte hat mir das besondere Erzählgerüst, das der Autor erschaffen hat. Dadurch bekommt die Story noch einmal extra Würze. Wer es noch etwas ausführlicher haben möchte, folglich gibt es auch zu diesem Buch eine Rezension zu lesen. 
Das nächste Buch im Monat Juli stand bereits im Vorfeld schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Jugendliche, die ursprünglich zu einem Schüleraustausch in die USA wollten und nach Turbulenzen im Flugzeug plötzlich in einem völlig verlassenen und heruntergekommenen Flughafen in Denver landen und überhaupt nicht wissen, was passiert ist. Das ist ein Ausgangsszenario, das schon fast für mich geschrieben wurde. Deswegen musste ich das Buch von Thomas Thiemeyer auch sofort haben und ich bin nicht enttäuscht worden, im Gegenteil. "Evolution - Die Stadt der Überlebenden" ist der vielversprechende und sehr spannende Auftakt einer Trilogie, der wirklich alles hat und ziemlich viel Lust auf die nächsten Bücher macht. Ich freue mich schon sehr drauf! 
Kommen wir nun zu einem fast schon Klassiker der amerikanischen Horrorliteratur und ja, es gibt durchaus noch viele Stephen King Bücher, die ich noch nicht gelesen habe. "Sie-Misery" kann ich aber nun von dieser Liste streichen. Viele werden schon einmal etwas von der Handlung gehört haben, kennen das Buch oder auch eben die ziemlich berühmte Verfilmung und auch ich habe immer in Teilen mitbekommen, um was sich "Sie" dreht und doch kommt das nicht einmal im Entferntesten an das Buch an sich dran. Es ist einfach ein typischer King. Egal ob Monster oder Mensch, obwohl der Übergang hier auch fließend ist, niemand schafft es besser den Wahnsinn in den jeweiligen Geschöpfen besser einzufangen als dieser Mann. "Sie" hat mich fast wahnsinnig gemacht und doch konnte ich es nicht aus der Hand legen. Für alle King Fans ein Muss! 
Und da haben wir es auch schon fast geschafft! Dreizehn Bücher sind besprochen, eins fehlt noch und zwar handelt es sich um den bereits angekündigten zweiten Young-Adult Roman, den ich diesen Monat gelesen habe und auch der zweite Young-Adult Roman, den ich für sehr gut befunden habe. Die Handlung in "The Deal-Reine Verhandlungssache" von Elle Kennedy ist sicherlich in Teilen bereits auf irgendeiner Art und Weise bekannt und trotzdem hat die Autorin es geschafft ihre Geschichte sehr sympathisch zu machen und das liegt vor allem an den Charakteren. Hannah und Garrett kann man eigentlich nur gern haben, weil sie doch anders sind, als man angenommen hat. "The Deal" ist eine wirklich tolle College-Liebesgeschichte geworden. Fans des Genres werden diese Geschichte lieben und vielleicht auch der ein oder andere Nicht-Fan. 

So Leute, das war es! Wer es bis hierhin geschafft hat, hat definitiv einen Orden verdient! Vielleicht war ja wieder etwas für eure Wunschliste dabei? Lasst es mich in den Kommentaren wissen. 
Und auch der Lesemonat August wird wahrscheinlich umfangreich werden, da ich diesen Monat in den Urlaub fliege :)

Lisa. 

Dienstag, 2. August 2016

Adriana Popescu - Paris, du und ich




Verlag: cbj
Seiten: 350
Erschienen: 25. Juli 2016
Preis: 14.99 Euro (Ebook: 11.99 Euro)











Endlich ist Emma da. 
Paris, in der Stadt der Liebe. 
Wobei das Wort 'Liebe' groß geschrieben werden muss, denn Emma ist hier, um ihren Freund Alain zu besuchen und ihn zu überraschen. 
Diese Überraschung verwandelt sich aber ziemlich schnell in einen absoluten Albtraum, als Emma herausfindet, dass Alains 'Emma' inzwischen oder besser gesagt schon immer 'Chloe' hieß und seine gesamten Versprechungen und liebevollen Worte nichts als eine dicke Lüge gewesen sind. 
Und nun steht sie alleine da. 
In einer Stadt, in der einen die Romantik an jeder Ecke überfällt und in der man folglich lieber nicht mit einem gebrochenen Herzen sein sollte. 
Ganz zufällig trifft sie dann in einem Bistro auf Vincent, der ebenfalls gerade aus einem Herzschmerzdrama geflüchtet ist und schnell so etwas wie ein Verbündeter für Emma wird, ein Verbündeter gegen die Liebe. 
Die beiden beschließen einen Pakt einzugehen und zwar sich nie wieder so heftig zu verlieben und da sie nun schon einmal in Paris sind, wollen sie die Stadt auch erkunden. Allerdings auf ihre Art und Weise.

Liebes "Paris, du und ich",

wenn ich an deine Zeilen denke, da entfährt mir wohl noch in vielen Jahren ein verträumtes 'Hach, ja!'.
Was bist du nur für eine zauberhaft schöne Geschichte geworden! 
Jedes Detail, das deine Autorin Adriana Popescu dir hinzugefügt hat, ist so liebevoll ausgearbeitet und besonders gestaltet worden, dass man eigentlich nur träumerisch seufzen kann, wenn man an dich und deine sympathischen und liebevollen Charaktere denkt. 
Da ist, zum Beispiel, Emma.
Emma, die zu Beginn noch ein wenig naiv ist und schnell auf die harte Tour lernen muss, dass das Leben nicht immer so spielt, wie sie es gerne möchte. Die aber, während der Handlung, immer mehr lernt, was wirklich zählt im Leben und dass man mutig seine Träume verfolgen sollte. 
Und dann ist da Vincent. 
Hach, Vincent. Du hast mindestens genauso viele 'Hach's' verdient, wie die wunderschöne Story von "Paris, du und ich". Ich habe selten einen Buchcharakter treffen dürfen, der mir sofort so sympathisch war, wie du es gewesen bist. Ich konnte es fast sehen, wie du durch die Gassen Paris geschlendert bist mit deiner lässigen Lederjacke und deinem schiefen Grinsen im Gesicht. Bleib bitte bloß so, wie du bist, denn genauso bist du ganz wunderbar. Jedes Mädchen würde sich freuen einen Vincent in Paris begegnen zu dürfen (inklusive mir!). 
Und dann ist da noch Jean-Luc. 
Für mich der heimliche Star deiner ganzen Geschichte, liebes "Paris, du und ich". Ich hätte mich noch stundenlang zu ihm an den Tisch setzen können, mit einer Tasse Tee, um seinen Geschichten zu lauschen. 
Du merkst, du hast eine ganze Menge mit mir angestellt, als ich das Glück hatte deine Geschichte lesen zu dürfen. Und soll ich dir mal etwas verraten? Ich habe sie noch gar nicht zu Ende gelesen, da war schon meine eigene Paris-Reise in Planung. Ich war nämlich noch nie dort. Kannst du dir das vorstellen? 
Höchste Zeit, das zu ändern. Schön, dass du mich mit deinen wunderschönen und detailreichen Schilderungen dieser besonderen Stadt auf diesen Weg bringen konntest. Ich kann es kaum erwarten mit der Lektüre "Paris, ein Fest fürs Leben" von Ernest Hemingway, unter dem Arm, durch die Gassen Montmatres zu schlendern und natürlich ganz viel in Bistros zu sitzen, denn wer weiß? Vielleicht läuft mir auch ein Vincent über den Weg und ich erlebe mein ganz eigenes Paris-Abenteuer. 
Es war mir ein großes Vergnügen deine Geschichte lesen zu dürfen. Eine Geschichte, die so charmant und liebevoll geworden ist, dass ich sie sicher nicht so schnell vergessen und auch fleißig weiterempfehlen werde. 
Ich möchte schließlich, dass du noch weiterhin viel Fanpost bekommst!
Und vielleicht bin ich dann schon bald das Mädchen, das aufgeregt am Bahnhof von Paris ankommt, bereit die Stadt zu erleben. Das wäre schön. 
Schließlich hat man, nachdem man dich gelesen hat, sofort Lust in den Zug zu springen. 

Danke also für das Fernweh und für zauberhafte Stunden mit tollen Zeitgenossen in einer einzigartigen Stadt. 
Deine Lisa. 

Sonntag, 31. Juli 2016

Elle Kennedy - The Deal - Reine Verhandlungssache




Verlag. Piper
Seiten: 447
Erschienen: 1. Juli 2016
Preis: 9.99 Euro (Ebook: 8.99 Euro)










Hannah ist eine ruhige und fleißige Studentin, die alles dafür gibt das heiß begehrte Musik Stipendium ihrer Uni zu bekommen. 
Garrett ist gut aussehend, beliebt und Kapitän und Star des Eishockey-Teams der Universität.
Auf normalem Wege wären sich die beiden wohl über den Weg gelaufen aber hätten sich wahrscheinlich nicht wahr genommen. Doch wie das Schicksal nun manchmal so spielt, treffen diese beiden eigentlich so ganz unterschiedlichen Typen doch aufeinander. Garretts Zwischenprüfung in Philosophie geht nämlich richtig in die Hose und da er - durch Zufall - erfährt, dass Hannah, die in seinen Kurs geht, eine Eins bekommen hat, bittet er sie um Nachhilfe. Denn Garrett darf die Nachprüfung nicht verhauen, sonst müsste er das Eishockey spielen erst einmal auf das sprichwörtliche Eis legen und das will er nicht, denn dieser Sport ist sein Lebensinhalt. 
Doch Hannah weigert sich zunächst Garrett zu helfen, da sie ihn für einen eingebildeten Idioten hält. Als Garrett dann erfährt, dass Hannah insgeheim auf einen Football Spieler namens Justin steht aber zu schüchtern ist, um ihn anzusprechen, bietet er ihr einen Deal an. Wenn Hannah ihm hilft die Nachprüfung zu bestehen, würde er ihr wiederum helfen bei Justin zu punkten. 
Doch kann das gut gehen?
Denn, wie Hannah schnell herausfindet, ist Garrett gar nicht der, für den sie ihn gehalten hat...

Vielleicht liegt es daran, dass ich nun bereits den zweiten wirklich guten Roman, nach "Stepbrother dearest" von Penelope Ward, aus dem Young-Adult Bereich, gelesen habe, dass ich in diesem Genre nun doch immer mehr Positives abgewinnen kann. 
Normalerweise waren mir die Charaktere und die Handlungen immer zu klischeehaft und vorhersehbar. Das ist auf einer gewissen Art und Weise auch in "The Deal-Reine Verhandlungssache" von Elle Kennedy, der Fall. Allerdings auf einer gewissen angenehmen Art und Weise. Natürlich kommt der Handlungsstrang in "The Deal" den Leser durchaus bekannt vor aber die wirklich sympathischen Charaktere, die Elle Kennedy erschaffen hat, holen das schnell wieder heraus. Sicherlich erwartet man in dem Genre auch nicht mehr wirklich eine völlig neue Handlung. Darum geht es im Young-Adult Bereich auch nicht mehr hauptsächlich. Es geht eher um lockere und leichte Unterhaltung, um Geschichten, die man schwer aus der Hand legen kann, weil man irgendwie schon davon ausgeht, dass sie sich am Ende kriegen aber es doch ganz genau wissen will. "The Deal" vereint alle diese Eigenschaften in sich und konnte mich sogar, während der Lektüre, das ein oder andere Mal wirklich überraschen. 
Aber, wie bereits erwähnt, mochte ich vor allem die Charaktere. Garrett war natürlich vom Äußeren her, erst einmal der Traumtyp schlechthin. Aber, wie Hannah war ich zu Beginn sehr skeptisch und wusste nicht, was ich von ihm halten sollte. Und auch Hannah hat mich sehr überrascht, weil ich vor allem bei weiblichen Protagonisten, am Anfang die gewisse Portion Naivität schon fast erwarte. Allerdings habe ich bei ihr diese überhaupt nicht gesehen. Hannah ist klug, witzig, zwar schüchtern aber doch in vielen Situationen durchaus schlagfertig. 
Und genau eben diese Gründe führten dazu, dass ich "The Deal" mehr verschlungen als gelesen habe. Eine wirklich lesenswerte College-Liebesgeschichte, die unterhält und Spaß macht und die sogar ganz ohne überzogene Dramatik auskommt. 

Donnerstag, 14. Juli 2016

Senta Richter - OPUS- Der Verrat

Bild: www.charmandelle.blogspot.com


Erschienen: 15. Juli 2016
Preis: 2.99 Euro (Ebook)










Kurze Warnung zu Beginn: 
Es folgt eine Rezension zum zweiten Teil der OPUS-Trilogie. Für all diejenigen, die den ersten Teil noch nicht gelesen haben, könnte sie also Spoiler enthalten. Für den Fall gibt es aber auch eine kleine Abhilfe und zwar der Link zur Rezension des ersten Teils "OPUS-Die Begegnung"
Den Auftakt zur OPUS-Reihe gibt es für den Kindle gerade zum Aktionspreis von 0.99 Cent. Hier entlang


Mila ist am Boden zerstört. Nach dem gewaltsamen Tod ihres Bruders Leo hat sie das Gefühl nicht wirklich am Leben zu sein. Doch sie hat immer noch die Chance ihren Bruder zu retten. Mit dem geheimnisvollen Abel, in den sich Mila Hals über Kopf verliebt und der sich im Nachhinein als ein Zeitreisender aus der Zukunft entpuppt hat, hat sie immer noch die Möglichkeit in die Zukunft zu reisen, um von dort aus den Tod ihres Bruders zu verhindern. 
Doch diese Möglichkeit birgt allerlei Gefahren, denn in der Zukunft wartet OPUS. OPUS ist eine riesige Firma, die fast die ganze Welt regiert und die Menschen unterdrückt. Freizeit, Kultur, unterschiedliche Lebensmöglichkeiten, all das gibt es in der Zukunft nicht mehr. Und sollte jemand herausfinden, dass Mila aus der Vergangenheit kommt, wäre Leo für immer verloren und auch Mila würde wohl nicht mehr nach Hause zurückkehren können.
Keine guten Aussichten also!
Doch Mila setzt alles daran ihren geliebten Bruder zu retten und macht sich auf in ein Abenteuer, das sie an Orte bringt, mit denen sie wohl niemals gerechnet hätte...

Endlich ist er da! 
Der lang ersehnte zweite Teil der OPUS-Trilogie von Senta Richter. "OPUS-Der Verrat" kam mit einigen hohen Erwartungen um die Ecke, vor allem nach dem sensationellem ersten Teil. Die Protagonistin Mila muss mit dem Tod ihres Bruders zurecht kommen und hat zudem erfahren, dass in der Zukunft eine Firma wartet, die alles und jeden kontrolliert und die Menschen ausbeutet. Und nach dem zweiten Teil kann ich nur sagen: 
Er hat die hohen Erwartungen mehr als erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Senta Richter entführt uns in die erschreckende aber gleichzeitig vollkommen faszinierende Welt von OPUS. Und diese Welt hätte kein Science-Fiction-Film besser beschreiben können. Während der Lektüre haben sich ein beklemmendes Gefühl und ein absoluter 'WOW-Effekt' immer wieder abgewechselt. Das lag vor allem im detailreichen Schreibstil, mit dem die Autorin die Zukunft beschrieben hat. Es lag darin so eine Eindringlichkeit , dass man alle Schauplätze und Figuren immer sofort vor Augen hatte. Das beklemmende Gefühl beim Lesen resultierte zudem nicht nur aus dieser detailreichen Schreibweise, sondern auch aus der fast schon unbestreitbaren Tatsache, dass OPUS die Angst schürt. Denn die Welt, die Senta Richter hier beschreibt, mag science-fiction sein, doch das Grundkonzept, das die Firma vertritt, ist von unserer heutigen Realität nicht so weit entfernt, wie man auf den ersten Blick annehmen mag. 
"OPUS-Der Verrat" kann aber nicht nur mit einer beeindruckenden Kulisse bestechen. Die spannende und actiongeladene Handlung in der Fortsetzung lässt den Leser nicht eine Minute zur Ruhe kommen. Man kann dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil immer irgendetwas passiert, das sofort zum Weiterlesen animiert. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl die Handlung wäre vorhersehbar. Im Gegenteil. Ich wurde sooft von Wendungen und Szenen überrascht, das ich es am Ende nicht mehr zählen konnte.
Die OPUS-Trilogie gehört für mich bereits jetzt schon zu den Geschichten, die viel mehr Menschen lesen sollten, weil sie einfach wahnsinnig gut erzählt ist. Für jeden Fan des dystopischen Genres und Zeitreisenromane, ist dieses Schmuckstück schon fast ein Muss. Und auch allen anderen begeisterten Lesern kann ich nur den guten Rat geben: 
Lasst euch darauf ein! Macht euch auf die Reise in eine Zukunft, die euch erschrecken und faszinieren wird. Senta Richter hat bereits mit dem ersten Teil "OPUS-Die Begegnung" etwas ganz Besonderes erschaffen und die Fortsetzung hat es geschafft sogar noch einmal einen drauf zu legen.
Lest OPUS! Ihr werdet es nicht bereuen!


Montag, 11. Juli 2016

Owen Sheers - I saw a man






Verlag: DVA 
Seiten: 299
Erschienen: 22. Februar 2016
Preis: 19.99 Euro (Ebook: 15.99 Euro)








Michael Turner zieht nach dem schmerzhaften Tod seiner Frau von einem kleinen Cottage in Wales zurück nach London in die Stadt. Zu viele schmerzhafte Erinnerungen verweilen in dem Cottage an Caroline, die journalistischen Tätigkeiten in Pakistan nachging und bei einer Explosion ums Leben kam. 
In London schließt Michael, durch einen puren Zufall, relativ schnell Freundschaft mit seinen Nachbarn Josh und Samantha Nelson. Das Ehepaar wohnt mit seinen beiden Töchtern Rachel und Lucy direkt nebenan in einem Haus und schon bald geht Michael bei den Nelsons - wie selbstverständlich - ein und aus. 
Doch an diesem Samstagnachmittag im Juni sollte sich ihr aller Leben schlagartig verändern. Denn an diesem Nachmittag betritt Michael das Haus der Nelsons durch die offene Hintertür mit einem äußerst unguten Gefühl. Es scheint nämlich niemand im Haus zu sein, doch warum stand dann die Hintertür auf? Das sieht den Nelsons gar nicht ähnlich...

Anscheinend sind genau diese Geschichten so besonders und so faszinierend, von denen man es am Anfang überhaupt nicht erwartet hätte. Neugierig wurde ich auf "I saw a man" von Owen Sheers, ganz altmodisch und einfach, durch den Klappentext, weil der ziemlich clever formuliert wurde. Ein, mir bisher unbekannter, Protagonist, der das scheinbar leere Haus seiner Nachbarn und Freunde durch die offene Hintertür betritt und eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, die keiner mehr aufhalten kann. Das klingt natürlich erst einmal ziemlich spannend und mysteriös und das war es auch, da der Autor ziemlich lange den Leser im Unklaren darüber lässt, was in dem Haus der Nelsons vorgeht. 
Was mich aber besonders an der Geschichte beeindruckt hat, war die Art und Weise des Erzählens. Absolut clever, unvorhersehbar und wahnsinnig spannend, hat Owen Sheers hier ein ganzes Erzählgerüst aufgebaut, bestehend aus Rückblicken in die Vergangenheit, parallelen Handlungssträngen und der eigentlichen präsenten Geschichte, die den Protagonisten Michael im Haus der Nelsons dokumentiert. Durch dieses Erzählgerüst, das ich auf diese Art und Weise noch nirgendwo anders gelesen habe, hat mich dieses Buch unglaublich fasziniert. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Und ich meine sogar zu behaupten, dass ich möglicherweise eine andere Meinung zu dem Buch gehabt hätte, wenn die Erzählweise sich nicht genauso dargestellt hätte, wie es in "I saw a man" der Fall ist. Ob diese Meinung positiver oder negativer ausgefallen wäre, kann ich nicht sagen aber sie wäre anders gewesen. 
Wer aber genau diese besonderen Arten des Erzählens mag, wird hier auf seine Kosten kommen. 
Owen Sheers ist eine faszinierende und spannende Geschichte über die Last von Geheimnissen gelungen. Ein besonderes Buch, das mich auch Tage, nachdem ich die letzte Zeile gelesen habe, nicht mehr losgelassen hat. Man muss sich gewiss auf die Story einlassen aber wenn man das einmal getan hat, dann kann man dieses Buch nicht mehr weglegen.