Samstag, 21. April 2018

Lesemonat Januar

Hi. Ich heiße Lisa und habe auch im Januar Bücher gelesen. Deswegen heißt dieser Beitrag folgerichtig "Lesemonat Januar". Herzlich Willkommen. Ich freu mich, dass ihr hier seid. Macht euch gemütlich, nehmt ein Stück Kuchen, denn es wird lang. Im Januar habe ich insgesamt elf Bücher gelesen, ein Ebook war dabei und es waren 4726 Seiten. 
Ein Jahreshighlight war bereits in diesem jungen Jahr dabei. Das kommt, wie immer, am Ende des Beitrags. 
Dann kann es ja jetzt losgehen. 
Das erste Buch aus dem Lesemonat Januar kommt von Betty Smith. "Ein Baum wächst in Brooklyn" ist eigentlich ein Klassiker, wurde im Insel Verlag aber neu verlegt mit diesem wunderschönen Cover. Der Inhalt hat mich auch sofort angesprochen und ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde. Bekommen habe ich schließlich eine sogleich melancholische aber zugleich wunderschöne Geschichte über ein junges Mädchen namens Francie, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Brooklyn aufwächst. Trotz der vielen Steine, die ihr immer wieder in den Weg gelegt werden, bleibt Francie dran und geht ihren Weg weiter. "Ein Baum wächst in Brooklyn" ist eine Geschichte, die zum Verweilen einlädt und eine, die man nicht so schnell vergessen wird. 
Das nächste Buch ist auch das einzige Ebook, das ich im Januar gelesen habe. Es kam von Ernest Cline. "Ready Player One" wurde bereits fürs Kino verfilmt und bevor ich mir den Film ansehen wollte, musste ich natürlich das Buch lesen. Und ich war wirklich sehr positiv überrascht. Cline hat mit seiner virtuellen Realität, die OASIS, eine unglaublich vielschichtige und großartige Science-Fiction Welt erschaffen, die wirklich Spaß gemacht hat. Genauso hat mir die permanente Hommage an die Popkultur der achtziger Jahre viel Freude bereitet, die jede Seite durchzogen hat. "Ready Player One" ist für jeden Science-Fiction Fan ein absolutes Muss. 
Weiter ging es im Januar mit dem neusten Werk von meinem japanischen Lieblingsautoren Haruki Murakami. Auf "Die Ermordung des Commendatore. Eine Idee erscheint" habe ich mich schon sehr lange gefreut. Die Geschichte um einen namenlosen Erzähler und Maler, der zunächst ziellos durch Japan reist und sich dann in dem abgelegenen Haus eines berühmten Künstlers niederlässt, um der Zivilisation zu entfliehen, hat mich dann auch unglaublich fasziniert. Obwohl Murakami eher ruhig erzählt, hat sich, während die Seiten nur so dahin flogen, eine große Intensität aufgebaut und ich wollte immer unbedingt wissen, wie es weiter geht. Das werde ich auch schon bald, da "Die Ermordung des Commendatore" der erste Teil einer Dilogie ist und ich schon sehr bald den zweiten Teil lesen werde. Zu diesem Buch gibt es auch eine Rezension von mir.
Das nächste Buch aus dem Lesemonat war der zweite Teil einer Reihe. "Lady Midnight", der erste Teil einer neuen Serie aus meinem Lieblingsschattenweltuniversum, hat mir unglaublich gut gefallen. Die ganzen Figuren habe ich sofort ins Herz geschlossen und natürlich auch für die Geschichte eine besondere Schwäche entwickelt. Leider muss ich sagen, dass der zweite Teil "Lord of Shadows" von Cassandra Clare nicht mithalten konnte. Ich hatte das Gefühl, dass die Handlung auch locker in die Hälfte der Seiten gepasst hätte und aus diesem Grund haben sich die Seiten sehr gezogen. Das Ende mit dem gewaltigen Cliffhangar hat mich dann aber doch wieder neugierig gemacht, so dass ich mir den dritten Teil auch holen werde.
Weiter ging es im Januar mit "Rattatatam, mein Herz. Vom Leben mit der Angst" von Franziska Seyboldt. Jeder sechste Deutsche erleidet im Laufe seines Lebens einmal eine Angststörung. Und doch ist dieses gesamte komplexe Thema immer noch ein großes Tabu in unserer Gesellschaft. In ihrem unglaublich mutigen und großartigen Buch nimmt die Autorin die Angst unter die Lupe. Es geht um ihre persönliche Erfahrungen, doch zugleich ist "Rattatatam, mein Herz" ein Mutmachbuch, das verändern will und das zumindest bei mir auch geschafft hat. Unglaublich wichtig und sehr lesenswert!
Im Januar gingen die Reihen weiter. Auch den zweiten Teil der Percy Jackson Reihe von Rick Riordan habe ich im Januar gelesen. "Im Bann des Zyklopen" hat mir genau wie der Auftakt unglaublich gut gefallen. Ich mochte den Humor und den actionreichen Handlungsstrang. Im zweiten Teil der Reihe macht sich Percy auf den Weg, um seinen besten Freund Grover aus der Gewalt eines Zyklopen zu befreien. Auch im Camp Half Blood geht es mal wieder drunter und drüber. Begleitet wird Percy bei seiner gefährlichen Reise von einem ganz besonderen Freund, der noch einen wichtigen Stellenwert in Percys Leben einnehmen wird. 
Apropo Reihe. Auch mit einer anderen ganz besonderen Reihe, von der ich schon eine ganze Menge im Vorfeld gehört habe, habe ich im Januar angefangen. Ich war sehr gespannt auf "Ich fürchte mich nicht" von Tahereh Mafi und das zu Recht. Der Autorin ist eine sehr gute Dystopie gelungen, die aber vor allem durch ihren besonderen Schreibstil sich von den anderen abhebt. Dystopien kann man schon fast nicht mehr neu erfinden, aber trotzdem ist "Ich fürchte mich nicht" zu einem ganz besonderen Reihenauftakt geworden, der Lust auf die kommenden Teile macht. 
Das nächste Buch aus dem Januar war eines dieser Bücher, das schon ewig auf meiner Wunschliste stand. "Im Herzen der Gewalt" von Edouard Louis schien eine ganz besonders intensive Geschichte zu sein. Das war sie auch. Zweifellos. Da es allerdings mein erstes Buch von dem Autoren war, musste ich mich dann auch erst einmal mit dem ganz besonderen Schreibstil von diesem anfreunden. Leider habe ich relativ schnell gemerkt, dass es mir dadurch nicht gelungen ist in die Geschichte hinein zu finden und mit ihr warm zu werden. Da "Im Herzen der Gewalt" dazu auch noch relativ wenige Seiten hatte, plätscherte die Geschichte an mir vorbei und konnte sich leider nicht bei mir festsetzen. 
Mein erstes Buch von Ray Bradbury war nicht das allseits bekannte "Fahrenheit 451", sondern "S is for Space", eine Science Fiction Kurzgeschichtensammlung, die teilweise wirklich irre Themen hatte. Natürlich waren einige Geschichten, so wie das bei Kurzgeschichten üblich ist, nicht unbedingt mein Ding aber genauso viele haben mich zugleich gut unterhalten. Wer auf klassische Science-Fiction steht, ist bei Ray Bradbury auf jeden Fall gut aufgehoben. 
Zum Schluss des Lesemonats kommt wie immer mein Highlight. "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" ist sogar schon ein Jahreshighlight geworden und das zu dieser frühen Zeit im Jahr. Aber für mich persönlich hat sich John Green in diesem Roman noch einmal übertroffen. Möglicherweise liegt es auch an der ganz persönlichen Komponente, die das Thema Zwangserkrankungen für mich inne hat, aber Green hat es geschafft dieses schwierige Thema sowohl sensibel, mit Humor und gleichzeitig mit einer Wichtigkeit zu nehmen, die beeindruckend war. Ein ganzes Buch, das beeindruckt und Mut macht und so verdammt wichtig ist. 

Das war er auch schon wieder. Mein sehr langer Lesemonat Januar. 
Ich wünsch euch einen schönen Abend. 

Lisa. 

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